Vier Verletzte durch Kohlenmonoxid in Hombruch

Gleich zwei Einsätze

Am Donnerstagmorgen musste die Feuerwehr gleich zweimal in den Stadtbezirk ausrücken, weil in Wohnungen erhöhte Mengen Kohlenmonoxid nachgewiesen wurden.

HOMBRUCH

, 23.11.2017, 10:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Versorgung des Patienten hätte auch für die Einsatzkräfte gefährlich werden können.

Die Versorgung des Patienten hätte auch für die Einsatzkräfte gefährlich werden können. © Foto: Peter Bandermann

Zum ersten Mal gegen 4.45 Uhr. Zunächst wurde der Rettungsdienst wegen eines Notrufs in eine Wohnung in der Baroper Landwehr gerufen. Als diese die Wohnung betraten, löste der an ihrer Einsatzkleidung befestigter CO-Melder aus. Daraufhin alarmierten sie die Feuerwehr nach. Die Einsatzkräfte, die wenige Minuten später eintrafen, drangen mit schwerem Atemschutz in die Wohnung vor und retteten den Patienten.

Ein weiterer Trupp der Feierwehr kontrollierte anschließend das gesamte Gebäude sowie das Nachbarwohnhaus. Zwei weitere Personen konnten aus dem Mehrfamilienhaus gerettet werden und wurden mit Vergiftungserscheinungen ins Krankenhaus gebracht. Die Ursache ist noch immer ungeklärt, inzwischen ist ein Sachverständiger mit den Ermittlungen beschäftigt. Ob die Arbeiten am Dachstuhl, die derzeit stattfinden, mit dem Gasaustritt zutun haben, konnte die Polizei bislang nicht bestätigen.

Weitere Einsatz

Um 10.45 Uhr, wenige Kilometer weiter in der Kruckeler Straße in Großholthausen, das gleiche Spiel: Auch hier wurden Kräfte des Rettungsdienstes, nachdem diese zu einer 89-Jährigen gerufen wurden, durch ihren CO-Melder vor einer gefährlichen Konzentration gewarnt.

Der Rettungsdienst hatte bereits alle Bewohner des Hauses aus dem Gebäude gebracht, daher beschränkten sich die Maßnahmen der Feuerwehr, die anrückte, auf die Belüftung der Wohnungen.

Mit Hubschrauber abtransportiert

Der Grund des Einsatzes war für die Dortmunder Feuerwehr schnell klar. „Die Wohnung wird mit einer Kokskohlenheizung betrieben, was erst einmal kein Problem ist“, erklärte Pressesprecher Andreas Pisarski, „nur hat sich, aufgrund der Wetterlage, Luft wie ein Pfropfen auf den Schornstein gesetzt, sodass das Gas zurück in die Wohnung gelangt ist.“

Bei der Bewohnerin wurde eine deutlich erhöhte CO-Konzentration im Blut festgestellt. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik mit Überdruckkammer gebracht.

Kohlenmonoxid ist sowohl geruchs- wie auch geschmacklos und wird vom Menschen nicht wahrgenommen. Eine kurzzeitige Aufnahme über die Atemwege in den Blutkreislauf des Menschen führt zur Verhinderung der Sauerstoffaufnahme und im schlimmsten Fall zur Bewusstlosigkeit und Tod.
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