Volksbank: Mittelstand sorgt für Kreditboom

DORTMUND Die Dortmunder Volksbank profitierte 2007 vom Aufschwung. Entsprechend zufrieden blickte Vorstandschef Hans-Dieter Michalski auf das abgelaufene Geschäftsjahr zurück. Der Optimismus habe sich bestätigt. „Die Wirtschaft im Raum Dortmund hat sich gut entwickelt."

von Von Achim Roggendorf

, 23.01.2008, 14:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bilanzsumme stieg um 102 Mio. Euro oder 3,2 Prozent auf  3,3 Mrd. Euro. Damit ist man in Nordrhein-Westfalen die zweitgrößte Volksbank. Bundesweit belegt der genossenschaftliche Riese Platz sechs. Trotz intensiven Wettbewerbs in der Finanzbrache konnte das Geldhaus einen Rekord beim Einlagengeschäft vermelden. Ende Dezember 2007 hatten die Kunden insgesamt 2,8 Mrd. Euro auf die hohe Kante gelegt (plus 120 Mio. €).

Dabei sei die Vorsorge fürs Alter ein Sparmotiv, das immer wichtiger werde. Die oft zitierte und als Folge der Finanzmarktkrise befürchtete Kreditklemme für die mittelständische Wirtschaft habe es bei der Dortmunder Volksbank nicht gegeben, unterstrich Michalski.  Im Gegenteil. Die Bank registrierte einen "regelrechten Kreditboom", "den höchsten Zuwachs seit zehn Jahren. Die Bankschulden der Kunden stiegen um 8,3 Prozent auf rund 2,1 Mrd. Euro. Vor allem die Unternehmen haben so viele Kredite aufgenommen wie seit Jahren nicht mehr. Die starke Nachfrage signalisiere, dass die Firmen ambitionierte Wachstumspläne hätten, die sich aus den Gewinnen allein nicht finanzieren ließen.

Beachtliche Dividende von sechs Prozent

Kundennähe und regionale Verbundenheit, gepaart mit weiter verbesserter Beratungsqualität, bleiben die Prinzipien der Dortmunder Volksbank, betonte Michalski. So sei die Personallage mit 632 Mitarbeitern (minus zwei), darunter 106 Teilzeitkräfte und 44 Auszubildende, stabil. Zudem sei das Filialnetz mit 63 Geschäftstellen nach wie vor eng geknüpft. Außerdem gab das Institut rund 450.000 € für Sponsoring-Aktivitäten in der Region aus.

Die Dortmunder Volksbank verwaltete 2007 fast 78.000 Privatkonten (plus 1000). Auch die Zahl der Geschäftskonten wuchs um 500 auf 19.000. Michalski führt die Zuwächse auf die "fast schon langweilige Geschäftspolitik" zurück. Diese Politik werde  von den Kunden honoriert. Das Geldhaus zählt mittlerweile 160.000 Kunden. 58.000 Mitglieder sind mit 56,2 Mio. Euro Anteilseigner, also Eigentümer der Bank. Sie können sich freuen: Die Bank zahlt ihnen für das Geschäftsjahr 2007 erneut eine beachtliche Dividende. Für einen Geschäftsanteil (Wert: 160 Euro) gibt es sechs Prozent oder 9,60 Euro brutto.

Martin Eul wird neuer Vorstandschef

Nach fast fünf Jahrzehnten, davon über 35 Jahren im Vorstand, geht Bankchef Hans-Dieter Michalski zur Jahresmitte in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Vorstandsmitglied Martin Eul (46). Neu im Vorstand ist Jürgen Beissner. Das Eigengewächs  war langjähriger Prokurist und Leiter der Marktfolge Kredit. Trotz "Gewitterwolken am Himmel" geht Michalksi davon aus, dass die Dortmunder volksbank auch 2008 ihren Erfolgsweg fortsetzen wird..

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