Dortmunder Schauspieler

Vom Hooligan zum Tatort-Kommissar: Dietmar Bär wird 60

Dietmar Bär verkörpert einen der dienstältesten Tatort-Kommissare. Der Dortmunder Schauspieler ist regelmäßig in seiner Heimatstadt zu sehen und auch abseits der TV-Kameras aktiv.
Die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt, rechts) und Freddy Schenk (Dietmar Bär, links) versuchen, einen Mord zu verhindern in einer Szene des "Tatort: Der Tod der Anderen". © dpa

Für viele Fernsehzuschauer ist er einfach als „Freddy Schenk“ bekannt. Seit fast 25 Jahren spielt der Dortmunder Schauspieler Dietmar Bär im „Tatort“ den bodenständig-gemütlich wirkenden Kommissar an der Seite von Klaus J. Behrendt.

„Wenn es nach mir geht, kann es ruhig noch lange so weitergehen“, hat Bär der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des 80. Kölner „Tatorts“ im Januar gesagt. Am Freitag (5.2.) wird der Schauspieler 60 Jahre alt.

Regelmäßige Besuche in seiner Heimatstadt

Bär gehört zu den dienstältesten Kommissaren des ARD-Sonntagabend-Krimis, der 2020 sein 50-jähriges Jubiläum feierte. Die Kölner sind dabei für ihre oft sozialkritischen Inhalte bekannt. „Ich finde es gut, dass wir aktuelle Themen aufgreifen“, sagt Bär. Auch Köln als Stadt gefalle ihm – so gut, dass seine Frau und er dort neben Berlin einen weiteren Wohnsitz haben.

Geboren und aufgewachsen ist Bär in Dortmund – dorthin zieht es den Dauerkartenbesitzer normalerweise regelmäßig zu den Heimspielen des BVB. Auch als junger Mann blieb er zunächst im Ruhrgebiet verhaftet, er besuchte die Schauspielschule in Bochum.

Eine seiner ersten größeren TV-Rollen hatte er ebenfalls in einem „Tatort“: 1984 spielte er einen Fußball-Hooligan in der Folge „Zweierlei Blut“ mit Götz George als Kommissar „Horst Schimanski“.

Theaterschauspieler und Hörbuchsprecher

Neben zahlreichen TV-Filmen steht Bär auch immer wieder auf Theater-Bühnen. Als Hörbuchsprecher hat er Dutzende Titel eingelesen, darunter die „Millennium“-Trilogie von Stieg Larsson.

„Es ist schade, dass wegen der Corona-Pandemie zuletzt eine Reihe von Lesungen ausfallen mussten, zum Beispiel bei der Lit Cologne“, meint Bär. „Ich habe ein paar virtuelle Lesungen mitgemacht. Das hat auch funktioniert – aber eigentlich braucht man da schon sein Publikum.“

Jedoch wolle er nicht klagen. Insgesamt sei er bisher gut durch die Corona-Zeit gekommen. „Da bin ich im Vergleich zu freischaffenden Kollegen natürlich in einer privilegierten Situation, weil ich wusste, dass es beim Fernsehen weitergeht.“

Erstaunt habe ihn, wie hitzig Diskussionen über Corona-Schutzmaßnahmen oder Impfungen auch im Familien- und Freundeskreis geführt worden seien: „Da ist auf einmal ein richtiger Riss durch die Landschaft gegangen. Plötzlich kommt man in Erklärungsnot gegenüber anderen, die den Sinn des Ganzen anzweifeln. Das ist richtig erschreckend.“

mit dpa

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