Vom Leben, Scheitern, Sterben

04.09.2007, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Versprochen: Es gibt viel zu lachen bei der Spielzeit-Eröffnung am Dortmunder Schauspiel. Regisseur Hermann Schmidt-Rahmer inszeniert "Kommt ein Mann zur Welt" von Martin Heckmanns (Foto) als Mischung aus Groteske, Comedy und Impro-Theater.

Dabei geht es eigentlich nur um das völlig durchschnittliche Leben eines ganz normalen Mannes, erzählt im Zeitraffer von der Geburt bis zum Tod. Die handelnden Personen: Bruno, "seine Stimmen und Gestalten" sowie allerlei allegorische Figuren: "die Zeit" oder "die freie Marktwirtschaft". "Inhaltlich und sprachlich hat das Stück Comedy-Charakter, formal ist es im Grunde eine barocke Vanitas-Geschichte", sagt Regisseur Schmidt-Rahmer: Das Leben und Scheitern eines Gernegroß und Jedermann, der lernen muss, dass er gar nicht so besonderes ist. Bruno schreibt zwar einen Superhit, doch das erhöht nur seine Fallhöhe.

Besonders ist allerdings die Umsetzung: Sieben Schauspieler spielen sieben Brunos, und sie übernehmen auch die Frauenrollen. Da alle Mitglieder der Theater-Band "Komakino" mitspielen, gibt es Live-Musik und ein während der Proben komponiertes Stück zu hören.

Das Stück des in Mönchengladbach geborenen Martin Heckmanns (Jahrgang 1971) wurde erst im März uraufgeführt und in der aktuellen Kritiker-Umfrage des Fachmagazins "Theater heute" zum zweitbesten neuen Stück gewählt. pin

Premiere am 8.9., 19.30 Uhr. Weitere Termine: 9., 14., 19., 28.9.; Karten unter Tel. 50-27222

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