Voodoo-Priester machte Prostituierte gefügig

Landgericht Dortmund

DORTMUND Hat ein Voodoo-Priester junge Prostituierte aus Schwarzafrika mit Beschwörungs-Ritualen gefügig gemacht? Die Dortmunder Staatsanwaltschaft scheint davon überzeugt. Das wurde am Donnerstag vor dem Landgericht bekannt.

von Von Jörn Hartwich

, 22.10.2009, 14:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
De mutmaßliche Menschenhändler aus Nigeria mit seinem Anwalt.

De mutmaßliche Menschenhändler aus Nigeria mit seinem Anwalt.

Vor ihrer Abreise (die Frauen wurden illegal nach Deutschland geschleust) mussten sie sich allerdings einem Angst einflößenden Ritual unterziehen: Ein Voodoo-Priester schnitt ihnen ein paar Haare und Fingernägel ab, belegte sie dann mit einer Art Fluch. Sollten die Frauen nicht gehorsam sein oder den Schleuser-Preis nicht abarbeiten, würde Schreckliches passieren. Schlimmstenfalls müssten sie sogar sterben. Die Angeklagten selbst haben sich zum Prozessauftakt noch nicht zu den Vorwürfen geäußert.

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