Vorerst Kurzarbeit statt Kündigungen

Süßwarenhersteller van Netten

Verschnaufpause für die 247 Mitarbeiter des Süßwarenherstellers van Netten. Betriebsbedingte Kündigungen sind bei dem Süßwarenhersteller vorerst vom Tisch, stattdessen steht Kurzarbeit an.

DORTMUND

von Von Bettina Kiwitt

, 25.03.2011, 18:34 Uhr / Lesedauer: 1 min
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel. Hier gibt es bald Kurzarbeit.

Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel. Hier gibt es bald Kurzarbeit.

Zu diesem Ergebnis ist die Einigungsstelle gekommen, die am Donnerstag tagte. Betriebsrat, Gewerkschaft und Geschäftsführung fanden diesen Kompromiss unter Vorsitz von Peter Schmitz, Richter am Landesarbeitsgericht Hamm.Geschäftsführung wollte kündigen

Wie berichtet wollte Geschäftsführer Michael Stepien 45 Mitarbeitern betriebsbedingt kündigen. Van Netten habe mit tiefgehenden strukturellen Problemen wie einem rückgängigen Süßwarenmarkt, sich verteuernden Rohstoffen und einem harten Wettbewerb zu kämpfen, nicht mit einem vorübergehenden Arbeitsausfall.

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Einblick in die van Netten-Fabrik

So sieht es in der Schokoladen- und Süßwarenfabrik van Netten derzeit aus.
15.02.2011
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Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eine Fertigungsstraße bei van Netten.© Foto: Schaper
Diese Bonbons werden in Brackel produziert.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel. Hier gibt es bald Kurzarbeit.© Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Scvhaper (RN Dortmund)
Eindrücke aus der Schokoladenfabrick in Dortmund Brackel.© Foto: Schaper
Darum reiche die von der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) favorisierte Alternative Kurzarbeit nicht aus, um die Probleme in den Griff zu bekommen, argumentierte Stepien.Alle Arbeitnehmer arbeiten gleich kurz

Der Spruch der Einigungsstelle legte jedoch fest, dass Kurzarbeit zwischen dem 1. April und 31. Juli Produktionsüberkapazitäten und hohe Lagerbestände vermeiden soll. Alle Arbeitnehmer sollen möglichst gleichmäßig von der Verkürzung der Arbeitszeit betroffen sein. In den vier Monate können zwischen Geschäftsleitung und Betriebsrat maximal 15 Tage Kurzarbeit pro Mitarbeiter festgelegt werden.

Darüber hinaus wurde ein Rahmensozialplan vereinbart, wonach Mitarbeiter freiwillig über Aufhebungsverträge ausscheiden können. Die Zeit der Kurzarbeit soll für Qualifizierungen genutzt werden.Gewerkschaft: Können mit Spruch leben

"Mit dem Ergebnis wird es für die Mitarbeiter ruhiger und sicherer", beurteilt NGG-Sekretär Manfred Sträter das Ergebnis. Van Netten könne sich wieder mehr um die wichtige Kundenpflege kümmern. Die "Gemengelage" sei bei dem Unternehmen "kompliziert". Wie berichtet will die Beteiligungsgesellschaft Arques van Netten verkaufen.Geschäftsführer: Kündigungen notwendig Geschäftsführer Stepien, der zurzeit 10 Prozent an van Netten hält, liebäugelt selbst damit, den 90-Prozent-Anteil von Arques zu übernehmen. Stepien sagt, er könne mit dem Spruch der Einigungsstelle leben, bleibe jedoch dabei, dass eigentlich betriebsbedingte Kündigungen notwendig seien.

Am 31. Mai trifft sich die Einigungsstelle erneut, um eine erste Auswertung der Kurzarbeitmaßnahme vorzunehmen.

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