Vorsicht vor dubiosen „Finanzdienstleistern"

Verbraucherzentrale warnt

DORTMUND Wegschmeißen, sofort entsorgen, wenn man aus dem Briefkasten falsche Versprechen dubioser Anbieter fischt. Das rät aus mehreren aktuellen Anlässen einmal mehr die Verbraucherberatungsstelle.

von Von Ulrike Böhm-Heffels

, 28.11.2009, 05:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Immer mehr dubiose »Finanzdienstleister« ziehen Menschen Geld aus der Tasche.

Immer mehr dubiose »Finanzdienstleister« ziehen Menschen Geld aus der Tasche.

Und sie entdeckt immer neue Spielarten: So lud eine so genannte TVG Treuhandverwaltungs-gesellschaft angeblich geprellte Kunden der Firma Reise-Center-Deutschland (RCD) zu einer Geld-zurück-Veranstaltung in eine Gaststätte in Dortmund-Kley ein. TVG gab an, mit der Abwicklung dieser aufgelösten Firma befasst zu sein. „Da steckt in Wirklichkeit nichts anderes dahinter als eine neue Masche, Kunden zu einer Werbeveranstaltung zu locken, um ihnen Geld aus der Tasche zu ziehen.“

Die heimische Gastronomie scheint dabei inzwischen verstärkt mitzumachen – in Form von Bewirtung. Kooperativ zeigen sich die Wirte allerdings nicht, wenn die Beratungsstelle Nachforschungen anstellt. Mit „ich stecke hier tief in Gänsen und Rotkohl“ war Schulte-Bories abgekanzelt worden von einer Gastronomin aus dem Kreuzviertel.

Völlig unverständlich bleibt der Verbraucherschützerin das Vorgehen einer Firma Assurant. Allein der Name täuscht phonetisch „Assekuranz“ vor, also Versicherung. Die gibt vor, ihr Rechenzentrum von Cork in Irland nach Georgia/USA verlegt zu haben, wo angeblich persönliche Daten gelistet sein sollen. Helene Schulte-Bories vermutet, hierbei könnte es sich um den Versuch handeln, von dort entweder hier verbotene Werbeanrufe zu starten oder zu Anrufen zu animieren. 

  • Verbraucherberatungsstelle: Gnadenort 3-5.
Lesen Sie jetzt