Zum Schwanenwall 33 wollte unsere Reporterin fahren. Aber die Wallsperrung drohte den kurzen Weg in eine Odyssee zu verwandeln. © Lydia Heuser
Mit Video

Wallbaustelle im Video-Selbstversuch: Komme ich zum Ziel am Schwanenwall?

Der gesperrte Wall in der Dortmunder City zwingt zu Umwegen. Wie kompliziert ist es, von der Silberstraße zum Schwanenwall zu kommen? Unsere Reporterin hat es ausprobiert.

Das Einrichtungshaus Raumideen am Schwanenwall ist wegen der Wallbaustelle nur noch über einen Weg zu erreichen. Wie der aussieht, das hat mir Leserin und Marketingleiterin Conny Heijnk-Kruthoff vorab nicht verraten.

Baken und Sackgassen

Sie sagte nur, dass ihre Kollegin ihr am ersten Tag durch das Baustellen-Wirrwarr erklärt habe, dass sie die Bake und das Sackgassenschild ignorieren soll. Aber wo die Bake und das Schild stehen, weiß ich zu Beginn meiner Fahrt nicht.

Ich starte in der Silberstraße, also mitten in der Dortmunder City. Mein Navi sagt, dass es 1,8 Kilometer bis zum Schwanenwall 33 sind und ich 8 Minuten brauchen werde.

Ich fahre von der Hövelstraße links auf die B54. Und sehe wenige Meter später schon die ersten Baustellenschilder mit dem Hinweis auf geänderte Verkehrsführungen.

Eigentlich müsste ich einfach auf dem Wall bleiben. Linker Hand würde irgendwann das Geschäft am Schwanenwall auftauchen. Ich fahre aber bald rechts auf den Brüderweg, eher zufällig, weil ich mich falsch eingeordnet habe.

Der vermeintliche Fehler erweist sich als Glücksfall. Zwar fahre ich jetzt einen Umweg, aber die Wallbaustelle kann ich so umfahren. Vom Brüderweg gelange ich auf die Weißenburger Straße.

So viele Baustellen

Aber was ist das? Auch eine Baustelle. Damit hatte ich nicht gerechnet. Die freundliche Stimme meiner Handy-Navigation meint inzwischen immer wieder, dass ich wenden soll. „Nur wo?“, frag ich mich.

Ich kann nur geradeaus fahren. Inzwischen ist die Weißenburger zur Gronaustraße geworden und ich schaffe es, zu wenden. Jetzt fahre ich auf dem gleichen Weg zurück. An der Gronaustraße dann das Kommando: „In vierhundert Metern rechts abbiegen in die Schwanenstraße.“

Ich halte Ausschau nach dem Straßenschild „Schwanenstraße“, setze den Blinker, will abbiegen und sehe eine Bake und ein Sackgassenschild. Ich erinnere mich an das Gespräch mit der Marketingleiterin vom Geschäft Raumideen. Sie hatte sich nach ihrem Urlaub von den Schildern verunsichern lassen und war nicht abgebogen.

Ich mache es trotz der Schilder. Die Straße ist eng. Rechts und links parken Autos. Zusätzlich steht ein Kleintransporter halb auf der Fahrbahn. Nur ein paar Meter weiter erreiche ich endlich mein Ziel – den Schwanenwall 33. Davor ein großer Parkplatz, der jetzt (22.6.) den halben Tag durch Halteverbotsschilder unbenutzbar ist.

Vom Parkplatz aus sieht man die Wallbaustelle. Die zwei Spuren, die eigentlich Richtung Ostwall führen, sind gesperrt. Der Verkehr läuft auf der anderen Seite einspurig in beide Richtungen. Ich habe definitiv länger gebraucht als acht Minuten, knapp 20 Minuten.

Über die Autorin
Volontärin
Geboren und aufgewachsen im Bergischen Land, fürs Studium ins Rheinland gezogen und schließlich das Ruhrgebiet lieben gelernt. Meine ersten journalistischen Schritte ging ich beim Remscheider General-Anzeiger als junge Studentin. Meine Wahlheimat Ruhrgebiet habe ich als freie Mitarbeiterin der WAZ schätzen gelernt. Das Ruhrgebiet erkunde ich am liebsten mit dem Rennrad oder als Reporterin.
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