Wambeler beklagen die gefährliche Verkehrssituation an der Buchenstraße

mlzUnübersichtliche Wege

An Buchen- und Espenstraße münden unübersichtliche Wege direkt in die Fahrbahn. Besonders für Kinder bedeutet das eine große Gefahr. Abhilfe ist jedoch nicht leicht zu erzielen.

Wambel

, 21.02.2019, 13:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Anwohner der Buchen- und Espenstraße in Wambel sind wenig glücklich über die Verkehrssituation an ihren Straßen. Problem sind die Häuser auf der Mittelinsel zwischen diesen beiden Straßen, die ein Hufeisen ergeben: Wer die Wege von diesen Häusern hin zur Straße benutzt, steht unmittelbar auf der Fahrbahn. Einen schützenden Gehweg gibt es nicht.

Und weil hier hohe Hecken stehen, ist die gesamte Situation extrem unübersichtlich. Das gelte vor allem für die vielen Kinder, die dort leben, sagt Anwohnerin Melanie John. Sie sollen und wollen demnächst gefahrlos den großen Spielplatz an der Akazienstraße erreichen, der momentan hergerichtet wird.

In der Buchenstraße gilt Tempo 10

Die Bezirksvertretung Brackel hat bereits im Jahr 2013 Tempo 10 für das Hufeisen beschlossen. Allerdings, so sagen die Anwohner, halten sich längst nicht alle Autofahrer daran. Das gelte besonders für solche, die dort nicht wohnen und die Situation nicht kennen – wie Pflegedienste und Paketzulieferer, die es zudem immer eilig haben.

Sie sei Mitglied des Projekts „Dortmund spielt draußen“, sagt Melanie John und wolle einfach, dass ihre Kinder die Möglichkeit haben, sich frei und unbeschwert in der Umgebung bewegen können. Momentan habe sie einfach Angst, die Kinder allein herumlaufen zu lassen.

Grundstücksbesitzer wollen Hecken nicht beschneiden

Abhilfe ist nicht leicht zu erzielen, schließlich ist die Situation, wie sie eben ist, und die Grundstücksbesitzer seien verständlicherweise auch nicht bereit, ihre Hecken zu entfernen, um eine bessere Übersichtlichkeit zu erreichen, so Melanie John.

Auf eigene Kosten haben die Anwohner an einem der Wege bereits einen Spiegel angebracht. Außerdem haben sie Flyer verteilt und sämtlichen Autos an die Windschutzscheibe geheftet. Dennoch gebe es immer noch Fahrer, die mit bis zu 50 km/h durch die Straße brettern.

Vermehrte Blitzeraktionen gefordert

Die Anwohner fordern vermehrte Blitzeraktionen von der Polizei, ein Verkehrssicherheitstraining für die Kinder, eventuell einen Zebrastreifen oder auch die Anschaffung von weiteren hochwertigen Spiegeln. Für Letzteres könne die Bezirksvertretung Brackel sorgen.

Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Czierpka sagt auf Anfrage dieser Redaktion, solche durch Hecken unübersichtlich gewordenen Wegeeinmündungen direkt auf die Straße gebe es an vielen Stellen im Stadtbezirk. Da hier nur Anlieger-Verkehr herrsche, reiche die angeordnete Geschwindigkeitsbegrenzung nach Meinung aller aus, um die Gefahrenstellen zu entschärfen. Ihm sei kein Unfall bekannt.

Bezirksbürgermeister: Spiegel sind umstritten

Und: „Verkehrs-Spiegel sind sehr umstritten und werden von uns nicht mehr installiert, weil sie oft beschlagen und zudem häufig Opfer von Vandalismus werden. Hier hilft in der Tat nur eine gute Verkehrserziehung der Menschen, Fußgänger müssen einfach auf den Verkehr achten, wenn sie auf die Straße treten und die Autofahrer müssen sich an die Geschwindigkeitsbeschränkung halten, dann kann nichts passieren.“

Lesen Sie jetzt
Meistgelesen