Warnstreiks: Fabido-Kitas öffnen Donnerstag zwei Stunden später

Demo am Mittwoch

Ein Jahr nach dem großen Kita-Streik stehen Eltern bei Einrichtungen des städtischen Trägers Fabido wieder vor verschlossenen Türen - wenn auch zunächst nur für zwei Stunden. Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstagmorgen die Erzieherinnen und Erzieher zu einem zweistündigen Warnstreik aufgerufen. Aber auch am Mittwoch gibt es Arbeitsniederlegungen.

DORTMUND

, 05.04.2016, 14:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Kindergarten.

Ein Kindergarten.

Aktualisierung 16.20 Uhr: Auftakt des Warnstreiks in Dortmund

Inzwischen hat die Gewerkschaft Verdi ihren Warnstreik-Aufruf erweitert bzw. konkretisiert. So sollen neben den Auszubildenden von DSW und DEW am Mittwoch ab 11.30 Uhr auch die Beschäftigten der Stadtverwaltung, von DEW und deren Tochter Do-Netz, der städtischen Seniorenheime und des Theaters vorübergehend die Arbeit niederlegen.

Ab 11.30 Uhr sollen sich die Streikenden zu einer Kundgebung auf dem Platz der Alten Synagoge vor dem Opernhaus versammeln. Am Donnerstag sind dann neben den Fabido-Beschäftigten auch die Mitarbeiter der LWL-Kliniken und des Krankenhauses in Lütgendortmund zum Warnstreik aufgerufen. Ob der Warnstreik am Mittwoch Auswirkungen etwa auf den Betrieb des Dienstleistungszentrums der Bürgerdienste im Stadthaus hat, ist laut Stadtsprecher Michael Meinders nicht absehbar.

Beim Auftakt des Warnstreiks in Dortmund am Dienstag waren wir mit der Video-Kamera dabei:

Der ursprüngliche Bericht: Azubi-Warnstreiks bei Sparkasse, DSW und DEW

Nach Informationen der städtischen Jugenddezernentin Daniela Schneckenburger werden wohl alle 101 Fabido-Kitas am Donnerstag zwei Stunden später als gewohnt öffnen - abhängig von den jeweiligen Öffnungszeiten also erst um 8 Uhr, 9 Uhr oder 10 Uhr. 

Die Aktion der Gewerkschaft findet im Vorfeld der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifstreit mit den Arbeitgebern von Bund und Kommunen am Montag statt. Verdi fordert für die Beschäftigten eine Lohnerhöhung von 6 Prozent und Verbesserungen vor allem für Auszubildende. Die Arbeitgeber haben bislang kein Angebot vorgelegt.

An diesem Dienstag gab es bereits eine erste Warnstreik-Aktion der Sparkassen-Beschäftigten. Für Mittwoch sind die Auszubildenden der Stadttöchter DSW und DEW von 11 bis 13.30 Uhr zu einem Warnstreik aufgerufen. Auswirkungen auf den Bus- und Bahnverkehr oder die Energieversorgung in Dortmund wird das allerdings nicht haben. 

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