Konzerthalle auf Phoenix-West

Warsteiner Music Hall wird Standort des Dortmunder Impfzentrums

Der Standort für das geplante Corona-Impfzentrum in Dortmund steht jetzt fest. Es wird in der Warsteiner Music Hall auf Phoenix-West eingerichtet. Es gibt aber noch viele offene Fragen.
Die Warsteiner Music Hall auf Phoenix-West wird zum Dortmunder Corona-Impfzentrum. © Dieter Menne Dortmund

Es gebe noch viele offene Fragen zur Einrichtung eines Corona-Impfzentrums in Dortmund, hatte die Stadt immer wieder erklärt. Eine wesentliche Frage ist aber inzwischen geklärt: der Standort des Impfzentrums. Es soll in der Warsteiner Music Hall auf Phoenix-West, früher auch bekannt als Phoenix-Halle, eingerichtet werden. Die Stadt bestätigte am Donnerstag (3.12.) eine entsprechende Meldung von Radio 91.2.

Die Entscheidung war im städtischen Krisenstab nach längerer Prüfung gefallen. Es waren mehrere Standorte untersucht worden, darunter auch die Westfalenhallen. Dort soll im Notfall aber auch ein Behelfskrankenhaus für Covid-19-Patienten eingerichtet werden.

Die ehemalige Phoenix-Halle bietet auch nach dem Umbau zur Warsteiner Music Hall viel Platz. © Dieter Menne (Archivbild) © Dieter Menne (Archivbild)

Der Vorteil der Warsteiner Music Hall: Weil Konzerte schon seit Monaten und auch auf absehbare Zeit nicht möglich sind, ist sie aktuell ungenutzt. Außerdem gibt es im Umfeld nahe der alten Phoenix-Hochofenanlage ausreichend Parkplätze. An den öffentlichen Nahverkehr ist die denkmalgeschützte Halle per Bus und über den Bahnhof Hörde angebunden.

Eröffnungstermin steht noch nicht fest

Details zur Planung will die Stadt am Montag (7.12.) vorstellen. Klar ist: Es müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden, weil der Impfstoff bis zur Aufbereitung voraussichtlich bei minus 70 Grad gekühlt werden muss. Dafür bietet die Halle ausreichend Nebenräume.

Die Warsteiner Music Hall ist eines von mehreren Industriedenkmälern auf Phoenix-West. © Hans Blossey (Archivbild) © Hans Blossey (Archivbild)

Der Eröffnungstermin für das Impfzentrum steht noch nicht fest. Er hängt nicht zuletzt davon ab, wann die ersten Impfstoff-Dosen tatsächlich zur Verfügung stehen. Zuletzt war eher von Januar die Rede.

Reihenfolge für Impfungen vorgegeben

Und auch die Menge des Impfstoffs, die zur Verfügung steht, ist noch unklar. Im städtischen Krisenstab ging man zuletzt davon aus, dass Dortmund in der ersten Welle 46.000 Impfdosen bekommt. Das würde zunächst für 23.000 Menschen reichen, weil jeder zweimal geimpft werden muss, hatte Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner erklärt.

Nach den Vorgaben des Bundes sollen zu Beginn vorrangig Beschäftige in Krankenhäusern und Pflegeheimen geimpft werden – und das möglichst an ihrem Arbeitsort. Danach folgen Risikopatienten, also Ältere und chronisch Kranke. Für sie soll es auch mobile Impfteams geben, die Hausbesuche machen.

Zumindest anfangs wird deshalb nur ein Teil der Impfungen im Impfzentrum stattfinden. Das wird von der Stadt und der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) gemeinsam vorbereitet und betrieben. Die KVWL stellt das ärztliche Personal und sucht dafür bereits Freiwillige, die Stadt übernimmt die Organisation.

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