Warum die Polizei eine Neonazi-Wohnung durchsuchte

Erklärung der Staatsanwaltschaft

Vor der Durchsuchung einer Neonazi-Wohnung in Oberdorstfeld hatte ein Spezialeinsatzkommando der Polizei im Februar einen Kampfhund erschossen. Am Freitag erklärte die Staatsanwaltschaft, warum die Polizei die Wohnung in dem Hochhaus-Komplex am Vogelpothsweg durchsucht hat.

DORSTFELD

, 15.04.2016, 16:25 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der 21-jährige Hundebesitzer, dessen Hund bei der Razzia von den Polizisten erschossen worden war' tag=', ist Mitglied der Dorstfelder Neonazi-Szene und soll für Betrug und Computerbetrug in über 30 Fällen verantwortlich sein. Laut Staatsanwaltschaft habe er im Jahr 2015 „in einer Vielzahl von Fällen“ Waren über das Internet-Auktionsportal „ebay“ angeboten und Geld erhalten. Die versprochenen Waren soll er aber nicht verschickt haben.

Konten gehackt

Doch damit nicht genug: Der Neonazi habe fremde Ebay-Konten gehackt, um darin seine Bankdaten zu hinterlegen. Er soll versucht haben, sich mit fremden Kreditkartendaten zu bereichern. Pro Fall habe er einen Schaden mit drei- oder vierstelligen Euro-Beträgen verursacht. Strafanzeigen gegen den Beschuldigten verteilen sich über das gesamte Bundesgebiet. Er streitet die Taten ab.

Bei der Durchsuchung stellte die Polizei technische Geräte sicher. Die Ermittlungen werden laut Staatsanwaltschaft noch mehrere Monate dauern.

  

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