Warum Haus Wenge doch erst im Frühjahr 2020 fertig wird

mlzHaus Wenge

Enttäuschung für alle, die sich auf eine baldige Öffnung des Hauses Wenge gefreut hatten: Daraus wird zunächst nichts. Dennoch sieht Bezirksbürgermeister Pasterny viel Positives.

Lanstrop

, 04.09.2019, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Räume im Haus Wenge in Lanstrop können am Tag des Offenen Denkmals am Sonntag (8.9.) ab 11 Uhr besichtigt werden. Der Lenkungskreis Haus Wenge bietet Führungen für Erwachsene und Kinder an. Speziell für Kinder sind außerdem Spiele geplant. Entgegen einer früheren Berichterstattung sind die Arbeiten im Haus jedoch noch nicht so weit abgeschlossen, dass es danach für die Öffentlichkeit geöffnet werden kann.

Bezirksbürgermeister Heinz Pasterny rechnet derzeit damit, dass das Haus im Frühling 2020 so weit hergerichtet ist, dass es für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Gleichzeitig gibt er sich vorsichtig mit solchen zeitlichen Prognosen. Zu oft hatte der Zeitplan schon verschoben werden müssen. Unter anderem fehlt noch ein zweiter Fluchtweg, der im hinteren Bereich des Hauses gebaut werden soll. Dem Vernehmen nach hat der Denkmalschutz dem inzwischen zugestimmt. Auch soll im Erdgeschoss aus drei kleineren Räumen ein großer entstehen, um Platz genug für viele Besucher zu haben - zum Beispiel bei Konzerten oder Theateraufführungen.

Außengelände wird hergerichtet

Zuletzt hatten sich die Mitglieder der Bezirksvertretung Scharnhorst über die ungepflegten Außenanlagen des Lanstroper Wasserschlosses beschwert. Jürgen Hundorf vom Bereich Stadtgrün des Tiefbauamts hatte hier Nachholbedarf eingeräumt, gleichzeitig aber erklärt, der Bereich werde nun hergerichtet. Und in der Tat: Heinz Pasterny ist nun voll des Lobes über den Stand der Dinge in dieser Hinsicht. Man sehe, dass etwas passiere.

Warum Haus Wenge doch erst im Frühjahr 2020 fertig wird

Am Haus Wenge tut sich was: Der Bereich Stadtgrün im Tiefbauamt ist damit beschäftigt das Außengelände herzurichten. © Andreas Schröter

In der ersten Septemberwoche traf sich Heinz Pasterny mit dem Filmemacher Uwe Koslowski, der auch Mitglied im Filmklub Brackel ist, am Haus Wenge. Das Interview der beiden vor laufender Kamera und vor der historischen Kulisse des Wasserschlosses war die letzte Einstellung für einen Film, den Koslowski über Lanstrop dreht. Im Film, der in jedem Fall noch in diesem Jahr fertig und auch öffentlich gezeigt werde, sind zahlreiche Interviews zu sehen - unter anderem mit Matthias Hüppe vom Aktivkreis Ja zu Lanstrop! Auch habe er sich mit dem früheren Lanstroper SPD-Politiker Willi Trippe getroffen, so Koslowski, und einen Spaziergang durch Lanstrop mit ihm unternommen. Trippe war zu diesem Zweck eigens aus Wesel, wo er heute lebt, angereist. Drohnenflüge, ein besonderes Merkmal in den Filmen von Uwe Koslowski, runden den Film ab. Auch eine Drehgenehmigung für einen Flug über den Lanstroper See war gerade noch rechtzeitig vor Beginn der Brutperiode eingetroffen. Es werde in jedem Fall ein zeitloser Film, so Koslowski, weil er nicht auf einzelne Veranstaltungen aus diesem Jahr eingehe.

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