"Warum ich so hart durchgegriffen habe"

Hermann Schulte-Hiltrop

DORTMUND Über die fristlose Kündigung der Sekretärin Magdalene H. sprachen wir mit Hermann Schulte-Hiltrop (51), seit acht Jahren Hauptgeschäftsführer der Bauverbände Westfalen.

von Von Bettina Kiwitt

, 12.10.2009, 19:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Herrmann Schulte-Hiltrop.

Herrmann Schulte-Hiltrop.

Bei einer einmaligen Verfehlung vielleicht, aber Frau H. hat zugegeben, sich über Jahre vorab am Buffet bedient zu haben. Das ist ein Vertrauensbruch. Übrigens nicht nur mir gegenüber, sondern auch dem Mitarbeiter gegenüber, für den sie gearbeitet hat. Der Knackpunkt ist, dass sie sich schon vor den Sitzungen am Buffet bedient hat, hinter meinem Rücken.

Dass aus der fristlosen eine fristgerechte Kündigung wird und dass wir über eine Abfindung sprechen.

Da kann es keine Ungleichbehandlung geben. Auch hier streben wir eine außergerichtliche gütliche Einigung an.

Es gab einen Verdacht. Wir haben dann bei der letzten Sitzung des Sachverständigenrats nachgezählt und Frau H. zur Rede gestellt. Sie hat gesagt, dass die Vorwürfe stimmen.

Frau H. hat gesagt, dass auch die Kollegin sich bedient habe.

Es sind mehrere hundert Mails gekommen. Es hat Zustimmung gegeben, aber auch Beschimpfungen, sogar Bedrohungen. Auf meinen offenen Brief gab es viele positive Reaktionen mit dem Tenor, wir finden das gut, dass Sie eine menschliche Regung zeigen.

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