Was die Schauburg-Fans zur Kino-Schließung sagen

Brückstraße

Dortmunds ältestes Kino ist zum 31. Dezember 2016 Geschichte. Schauburg-Betreiberin Edith Pioch-Vogt will das Kino im Brückstraßen-Viertel zum Jahresende schließen. Wir haben Reaktionen und Erinnerungen der Schauburg-Fans gesammelt.

DORTMUND

14.12.2016, 13:57 Uhr / Lesedauer: 2 min
2012 feierte die Schauburg 100-jähriges Bestehen. Jetzt hat Betreiberin Edith Pioch-Vogt die Kino-Schließung bekanntgegeben.

2012 feierte die Schauburg 100-jähriges Bestehen. Jetzt hat Betreiberin Edith Pioch-Vogt die Kino-Schließung bekanntgegeben.

Wie Schauburg-Betreiberin Edith Pioch-Vogt am Dienstag auf Anfrage berichtete, war es letztlich eine Entscheidung des Hausbesitzers, die das kurzfristige Ende der Traditions-Spielstätte besiegelte. Man habe sich, so Edith Pioch Vogt, nicht auf einen weiterlaufenden Mietvertrag einigen können. Was im Umkehrschluss bedeutet, dass das Kino in seiner jetzigen Form bis zum 31. Dezember komplett leergeräumt sein muss. 

Uns haben zahlreiche Reaktionen zur Schließung erreicht. Eine Auswahl zeigen wir an dieser Stelle: 

  • Bianca Stenzel via Online-Formular: "Ich habe mein erstes Date (21.02.09) in diesem wunderschönen Kino gehabt. Von da sind wir jeden Monat 3x im Kino gewesen. Wir sind zu jedem Geburtstag, Jahrestag und anderen Festlichkeiten dorthin gegangen. Es macht mich traurig, dass dieses einzigartige Kino nun schließen wird. Zumal es so gemütlich dort war."
  • Leser Bernd Bartsch per E-Mail: "Die Schauburg hatte Bestehens-Halbzeit als ich ein junger Bursche war - so in den Sechzigern. In dieser Zeit "regierte" in diesem Kino meine Tante Anneliese. Sie war Kartenabreißerin und Putzfrau, irgendwie Mädchen für alles. Besuchte ich meine Tante in der Nordstadt, sprangen meist einige der begehrten grauen Freikarten dabei heraus. Ein Kinobesuch war damals für einen 14-Jährigen kaum erschwinglich, die Freikarte eröffnete mir aber sogar die geheimnisvolle Empore, die Loge! Dazu durfte ich über den roten Teppich auf den Balkon des Kinos. Ich ließ mich in die dicken roten Polster sinken und es war schon fast egal, welcher Film lief. Mit ganz viel Glück hatte meine Tante gerade die Aufsicht. Dann gab sie mir die Freikarte mit dem Abriss einfach so zurück. Während ich das hier schreibe, rieche ich förmlich den Duft des alten Kinos - so ganz ohne Popcorn, aber Langnese-Eis gab es schon."
  • Beate Beyer via Online-Formular: "Wir waren dort immer gern im Kino obwohl die Umgebung nicht mehr so toll ist. Dieses Kino muss erhalten bleiben. Langsam ist alles Alte aus DO dann weg." 
  • Peter Lienkamp via Online-Formular: "Ich bin geschockt. Und sehr traurig. Geliebt habe ich die Reihe homochron und viele andere tolle Filme gesehen, weit ab vom Mainstream Ich hoffe es geht in einer neuen Location weiter."
  • Cordula Krummnacker via Online-Formular: "Echte Coca-Cola in Glasfläschchen, und echte, nette Menschen. Ich weiß noch wie wir mit einer Gruppe da waren und eine verspätet kam und die tatsächlich für uns den Film einige Minuten später gestartet haben bis unsere Nachzüglerin da war... sowas ist menschlich und nett, und seitdem werbe ich noch mehr dafür und den Erhalt des Kino. Hat leider nicht viel gebracht. Aber wir brauchen dieses Kino und solche netten Betreiber, denn diese Atmosphäre in diesem kleinen Kino ist super, und man fühlt sich dort als Gast wie in einem Theater, und nicht so Massen-abgefertigt wie in den großen Multiplex-Kinos!"

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