Sicherheitsdienst soll für Ruhe auf der Möllerbrücke sorgen – Drogen am Sonnenplatz?

mlzAnwohner beschweren sich

Ein Sicherheitsdienst soll nach Vorstellung der CDU für Ordnung und Ruhe auf der Möllerbücke sorgen. SPD und Grüne gehen noch einen Schritt weiter. Gemütliches „möllern“ adé?

Kreuzviertel

, 28.10.2019, 13:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nächtliche Treffen und Aktivitäten rund um Möllerbrücke und Sonnenplatz ärgern und beunruhigen seit Langem die Anwohner. In der Bezirksvertretung (BV) Innenstadt-West wurde das Thema bereits mehrfach diskutiert.

Bei der nächsten Sitzung am 30. Oktober (Mittwoch) um 16 Uhr im Rathaus stehen die Vorkommnisse wieder auf der Tagesordnung.

Sicherheitsdienst soll für Ruhe auf der Möllerbrücke sorgen – Drogen am Sonnenplatz?

Die Möllerbrücke ist zum beliebten Treffpunkt für junge Leute geworden. © Thomas Thiel

Jörg Tigges, Vorsitzender der CDU-Fraktion, geht davon aus, dass auf dem Sonnenplatz offen mit Drogen gehandelt wird. Er habe Kenntnis darüber, dass dort auch aus Fahrzeugen heraus Alkohol an offensichtlich Minderjährige verkauft wurde.

Jörg Tigges möchte von der Verwaltung wissen, welche Erkenntnisse dort zum Thema Sonnenplatz als Drogenumschlagplatz vorliegen, welches Klientel dort unterwegs sei und welche Gegenmaßnahmen die Stadt ergreift.

Nicht genügend Jugendfreizeitstätten

Auch die SPD-Fraktion und Bündnis 90/Die Grünen verfolgen die Vorgänge in dem Viertel. Sie haben vor allem die Möllerbrücke im Blick, die an wärmeren Tagen zu einem so beliebten Treffpunkt geworden ist, dass daraus sogar ein eigener Begriff entstanden ist: das Möllern.

Sicherheitsdienst soll für Ruhe auf der Möllerbrücke sorgen – Drogen am Sonnenplatz?

Meist liegt der Sonnenplatz leer und verlassen da. Anwohner berichten aber von Drogengeschäften. © Schaper (A)

SPD und Bündnis 90/Grüne möchten die Verwaltung beauftragen, sich um eine neue Jugendfreizeitstätte „oder eine entsprechende Einrichtung im Kreuz- oder Unionviertel zu kümmern“. Die beiden vorhandenen Einrichtungen deckten offensichtlich nicht den Bedarf ab, so die Fraktionssprecher Olaf Meyer und Hans Ulrich Fibitz.

„So schaffen sich die Jugendlichen ihre eigenen Treffpunkte im öffentlichen Raum. Die Möllerbrücke, der Sonnenplatz oder der Westpark sind zum Beispiel solche Orte.“ Um die daraus entstehenden hinlänglich bekannten Probleme zu vermeiden, müssten Alternativen geschaffen werden.

Sicherheitsdienst soll an der Möllerbrücke patrollieren

Jörg Tigges schlägt vor, den Sicherheitsdienst aus dem Westpark auf den Bereich Möllerbrücke auszuweiten, um die Belästigungen durch lärmende Menschenansammlungen einzudämmen. Sie sollen die jungen Menschen in „sozial verträglicher Weise ansprechen und sie zum Einhalten der Regeln animieren“.

Die Erfahrungen mit dem Sicherheitsdienst im Westpark hätten gezeigt, dass die Menschen sich von diesem in ihrem Verhalten anleiten lassen.

Verbotsschilder sollen helfen

Zusätzlich sollen zwei Schilder – ähnlich wie im Westpark um die Ecke – darauf hinweisen, dass Lärm nach 22 Uhr verboten ist und Flaschen nicht einfach an Ort und Stelle entsorgt werden dürfen. „Das Aufstellen geeigneter Behälter (...) würde sein Übriges dazu beisteuern.“ Tigges schwebt eine Art Glascontainer im Miniformat vor.

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