Nach Verbot bei EM

Was in München nicht erlaubt ist, geht in Dortmund: Regenbogenflagge am U

Die UEFA hat untersagt, dass das EM-Stadion in München als Signal gegen Homophobie in Regenbogen-Farben leuchtet. Dafür setzt Dortmund ein Zeichen: Hier werden gleich mehrere Gebäude bunt erstrahlen.
„Bitte zwei Meter Abstand halten“, steht in vielen Sprachen auf den Schildern am Dortmunder U. Auch die Schilder selbst stoßen sich rechtzeitig ab. © Schaper

Als Zeichen gegen Homophobie sollte das EM-Stadion in München am Mittwoch (23.6.) beim Spiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Ungarn in Regenbogen-Farben leuchten. Dem hat der europäische Fußballverband UEFA einen Riegel vorgeschoben, weil er das als eine nicht zulässige politische Meinungsäußerung bewertet.

Die Kritik an der Reaktion ist groß. Gleichzeitig gibt es viele solidarische Aktionen. So verkündet die Stadt Dortmund am Dienstag (22.6.) kurzfristig, ohne die UEFA explizit zu erwähnen: „Wenn die deutsche Elf bei der Fußball-Europameisterschaft gegen Ungarn spielt, werden markante Gebäude in der Stadt in bunten Regenbogen-Farben erstrahlen.“ Anstoß der Partie ist um 21 Uhr.

Diese bekannten Bauwerke werden in Dortmund bunt beleuchtet

So wird im Westfalenpark der Fernsehturm „Florian“ in farbiges Licht getaucht. Adolf Winkelmann bespielt die „Fliegenden Bilder“ auf dem Dortmunder U den ganzen Tag lang mit einer virtuellen wehenden „European Rainbow Flag“, der europäischen Regenbogen-Flagge.

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte lässt die Regenbogen-Flagge wehen und beleuchtet seinen Eingang an der Hansastraße bunt. Darüber hinaus beteiligt sich auch das Deutsche Fußballmuseum an der Aktion und zeigt an seiner LED-Wall über dem Haupteingang am Mittwoch (23.6.) den ganzen Tag lang den Regenbogen.

Auch das Fußballmuseum zeigte Regenbogenfarben. © Stephan Schütze © Stephan Schütze

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