Auch Kinder werden nun im Impfzentrum geimpft. © Stephan Schütze (Archiv)
Corona-Schutzimpfung

Was kommt in Dortmund nach dem Impfzentrum? Stadt hat einen Plan

Das Dortmunder Impfzentrum schließt am 30. September. Wie geht es dann mit den Impfungen weiter? Setzt die Stadt Impfbusse ein? Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner gab Auskunft im Rat.

Gleich mehrere Fraktionen im Dortmunder Stadtrat haben das Corona-Thema auf die Tagesordnung der Sitzung am Donnerstag (23.9.) setzen lassen; denn ihnen brannte angesichts einer Impfquote von aktuell rund 68 Prozent (Erstimpfungen) die Frage auf den Nägeln, wie es nach der Schließung des Impfzentrums auf Phoenix-West am 30. September mit der Impfkampagne weitergeht.

So fand zum Beispiel die CDU-Fraktion Zustimmung für ihren Antrag, Schulzentren und Gesamtschulstandorte regelmäßig von Impfbussen oder mobilen Impfteams anfahren zu lassen, um so die Impfquote bei den über Zwölfjährigen zu steigern. Außerdem sollten Impfbusse oder mobile Impfteams besonders frequentierte Corona-Schnelltestzentren ansteuern, um Menschen zu erreichen, die den Weg in die Arztpraxen und ins Impfzentrum noch nicht gefunden haben.

Auf Antrag der Grünen forderte der Rat die Landesregierung auf, eine eigenständige Impfkampagne für alle am Schulleben Beteiligten aufzulegen und damit die Impfaktionen der Kommunen zur Erhöhung der Impfquote zu unterstützen.

Neue Phase der Impfkampagne

Für die SPD-Fraktion erklärte die Vorsitzende Carla Neumann-Lieven, dass ohne Impfzentrum die Stadt mit nur einem Impfbus unterversorgt sei. Und fragte, wann ein zweiter Impfbus oder noch mehr -busse angeschafft würden, um auch die Vororte niederschwellig zu versorgen.

Dortmunds Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner erklärte dazu, laut Landeserlass sei das Impfen ab dem 1. Oktober überwiegend Sache der niedergelassenen Ärzte und der Betriebsärzte. Gleichzeitig werde für die neue Phase der Impfkampagne in Dortmund wie in jeder kreisfreien Stadt eine koordinierte Covid-Impfeinheit (KoCI) eingerichtet

Aufgabe dieser Einheit ist es bis zunächst April 2022, unter anderem das lokale Impfgeschehen zu beobachten, auf Impfangebote für besonders gefährdete Personen hinzuwirken, flächendeckende Auffrischungsimpfungen zu planen sowie Impfangebote zu organisieren und zu koordinieren, darunter Impfbusse und mobile Impfteams.

Stadt lässt zweiten Impfbus herrichten

In Dortmund sei ein Impfbus schon seit zwei Monaten unterwegs, so Zoerner, weil Schulen nach den Sommerferien auf die Stadt zugekommen seien aus Sorge, dass Urlaubsrückkehrer für steigende Infektionszahlen sorgen könnten.

Aktuell sei die Stadt dabei, einen zweiten Impfbus einzurichten. Allerdings wisse man aus Erfahrung, dass die räumliche Nähe eines Impfbusses zu einem Schnelltest-Zentrum keine Auswirkungen auf die Impfbereitschaft habe. Zoerner: „Wir werden uns an der Inzidenz und der Bevölkerungsstruktur orientieren.“

Täglich sechs Ärzte mobil im Einsatz

Das gilt auch für den Einsatz mobiler Impfteams. Diese sollen sich vor allem auf Zielgruppen konzentrieren, bei denen die Impfquote unter dem Durchschnitt der Bevölkerung liegt und die nur schwer zu erreichen sind.

Für die mobilen Impfteams und die Impfbusse habe das Land täglich sechs Ärzte zugesagt, die über die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe bereitgestellt werden, erklärte die Gesundheitsdezernentin. Und mit Blick auf vorangegangene Impfaktionen in der Thier-Galerie und beim Jobcenter: „Die sind dann schnell voll beschäftigt.“

Über die Autorin
Redaktion Dortmund
Stellvertretende Leiterin der Dortmunder Stadtredaktion - Seit April 1983 Redakteurin in der Dortmunder Stadtredaktion der Ruhr Nachrichten. Dort zuständig unter anderem für Kommunalpolitik. 1981 Magisterabschluss an der Universität Bochum (Anglistik, Amerikanistik, Romanistik).
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Gaby Kolle

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