Was Lars Ricken in einem Boot mit 1Live-Moderator Olli Briesch zu suchen hatte

mlz(B-)Promis am Kanal

Lars Ricken war nicht das einzige bekannte Gesicht bei einer Ruder-Aktion auf dem Kanal in Dortmund am Donnerstagmorgen. Das steckt dahinter.

Dortmund

, 05.09.2019, 14:46 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war die erste Niederlage nach der Weltmeisterschaft: Nachdem der Deutschland-Achter am Wochenende in Österreich den WM-Titel geholt hatte, musste er sich am Donnerstag (5.9.) auf dem Dortmund-Ems-Kanal ausgerechnet einer Handvoll Laien geschlagen geben.

1Live-Moderator Olli Briesch hatte die Mannschaft zum Rennen herausgefordert - und zog haarscharf an den Weltmeistern vorbei. Das lag jedoch nicht an einem plötzlichen Leistungsknick bei den Profi-Ruderern, sondern an den Handicaps, die 1Live ihnen vor dem Rennen verpasst hatte.

Was Lars Ricken in einem Boot mit 1Live-Moderator Olli Briesch zu suchen hatte

Bei der Weltmeisterschaft am Wochenende in Österreich: Die deutschen Ruderer feiern auf dem Podium ihren Sieg. Am Donnerstag traten sie gegen die 1Live-Ruderer an. © picture alliance/dpa

Ein Monat voller Herausforderungen

Hintergrund des Rennens war die 1Live-Aktion „Die Box“, bei der die bekannten Früh-Moderatoren Olli Briesch und Michael Imhof immer neue Herausforderungen meistern müssen. Am Donnerstag nahm der Sender dafür den Ruderclub Hansa in Beschlag. Von hier übertrug er live, wie Briesch die Ruder-Meister mit Trainingssitz in Dortmund bezwang.

Briesch hatte am Mittwoch drei Stunden Zeit, um live im Radio ein Team zusammenzustellen. Neben den zwei Profi-Ruderinnen Franziska Kampmann und Charlotte Körner holte er sich auch noch Fechtweltmeisterin Britta Heidemann, Fußballer Lars Ricken und Profi-Crossfitter Joshua Wichtrup ins Boot.

Auch Hörer konnten sich als Ruderer bewerben. Einer, der es ins Boot schaffte, war Christian Kunert, Dozent am Berufskolleg für Sport und Gymnastik am Westfalenpark. Auf dem Weg zur Schule hörte er am Mittwochmorgen den Aufruf, schickte eine Bewerbungs-Nachricht. „Dann ging alles ganz schnell“, berichtet er. „Zwei Minuten später rief mich jemand von 1Live an, 20 Minuten später war ich schon auf Sendung.“ Und einen Tag später saß er mit Olympiasiegern und Fußballprofis in einem Ruderboot. Er selbst war als Student auch in einer Ruder-Mannschaft. Dass das schon ein paar Jahre her ist, hat der Mannschaft offenbar nicht geschadet.

Was Lars Ricken in einem Boot mit 1Live-Moderator Olli Briesch zu suchen hatte

Die Mannschaft von Olli Briesch kam mit großem Vorsprung vor dem Deutschland-Achter ins Ziel. Der wurde durch verschiedene Schikanen lahmgelegt. © Marie Ahlers

Schlauchboot als Schikane im Rennen

Von Beginn des Rennens an über einige hundert Meter lagen Briesch und sein Team vorn. Denn um dem Laien-Team eine Chance zu geben, hatte 1Live dem Weltmeister-Team drei fiese Handicaps verpasst: Die Profis durften nur einhändig rudern, außerdem wurde der achte Platz im Boot von Ko-Moderator Michael Imhof eingenommen - der sich lieber zurücklehnte als beim Rudern zu helfen.

Die größte Schikane war aber wohl, dass sie 1Live-Reporter Daniel Danger im Schlauchboot hinter sich herziehen mussten. „Das hat die Mannschaft schon stark gebremst“, sagte Carsten Oberhagemann, Sprecher des Achters. „Das Schlauchboot hat wie ein Anker gewirkt.“

Doch die Weltmeister nahmen es sportlich: „Das war für uns eine Spaßveranstaltung“, sagt Oberhagemann. „Wir hatten einen lustigen Morgen, das zählt für uns.“

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