Was Sie zum Public Viewing in Dortmund wissen müssen

Fußball-EM

Der Friedensplatz mitten in der City verwandelt sich zur Europameisterschaft in eine Fußballarena. Fast 11.000 Fans können dort die deutschen EM-Spiele schauen. Erstmals müssen sie dafür Eintritt zahlen. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum großen Rudelgucken - und verraten Alternativen für alle, denen es dort zu voll ist.

DORTMUND

, 10.06.2016, 04:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf dem Friedensplatz kommen Dortmunder auch in diesem Jahr zum Rudel-Gucken zusammen - so wie hier bei der EM 2012.

Auf dem Friedensplatz kommen Dortmunder auch in diesem Jahr zum Rudel-Gucken zusammen - so wie hier bei der EM 2012.

Welche Spiele kann ich auf dem Friedensplatz ansehen?

In der Vorrunde werden ausschließlich die deutschen Spiele gezeigt: 

12. Juni, 21 Uhr: Deutschland - Ukraine

16. Juni, 21 Uhr: Deutschland - Polen

21. Juni, 18 Uhr: Nordirland - Deutschland

Die K.o.-Runde ab dem 25. Juni soll dann komplett übertragen werden. 

Die Erfahrung der vergangenen Jahre habe gezeigt, dass das Interesse an anderen Vorrundenspielen nicht so groß sei, sagt Patrick Arens vom Veranstalter, dem Schaustellerverein Rote Erde. 

Wie viele Menschen können dort zusammen Fußball gucken?

Platz ist für 10.850 Zuschauer.

Warum kostet das Rudelgucken dieses Mal Eintritt?

Das liege an den gestiegenen Kosten, vor allem auch für die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen, sagt Patrick Arens. "Wir hätten es auch lieber ohne Eintritt gemacht", sagt er. Das finanzielle Risiko sei aber zu groß. Schon bei der WM 2014 gab es am Ende einen Verlust von fast 50.000 Euro.

Das Rudelgucken kostet den Schaustellerverein für die komplette EM gut 400.000 Euro, sagt Arens. Das sei mit den vorhandenen Sponsoren allein nicht zu stemmen. Deshalb müssen die Zuschauer nun Eintritt zahlen. Dieser sei aber so gering wie möglich gehalten worden, sagt Patrick Arens. Hans-Peter Arens ergänzt: "Wir sind der Hoffnung, dass wir bei entsprechenden Besucherzahlen mit dem Eintritt die Kosten decken können."

Wo bekomme ich Karten?

Es gibt einen Vorverkauf: In der Thier-Galerie, bei Dortmund Tourismus und in Tedi-Filialen gibt's die Karten schon jetzt zu kaufen.

Wer spontan kommt, zahlt den Eintritt an den Kassenhäusern am Friedensplatz. An allen zehn Eingängen gibt es auch Verkaufsstellen.

Ab wann muss ich Eintritt zahlen, um auf den Friedensplatz zu kommen?

Immer drei Stunden vor Spielbeginn wird das Public-Viewing-Gelände geöffnet. Dann ist der Friedensplatz also nicht mehr frei zugänglich. Der Friedensplatz werde vor der Öffnung jeweils einmal geräumt.

Patrick Arens bittet die Rudelgucker, möglichst früh zu kommen, um Wartezeiten an den Eingängen zu vermeiden. 

Wie groß ist die Leinwand?

Die LED-Leinwand ist 65 Quadratmeter groß - das Bild also auch von den hinteren Plätzen gut zu sehen.

Gibt es auch Programm drumherum?

Wenig. "Die Leute kommen, um Fußball zu schauen", sagt Patrick Arens. Ein großes Programm sei gar nicht gewünscht. Deshalb legt vor den Spielen lediglich ein DJ auf.

Am 16. Juni, vor dem Spiel Deutschland gegen Polen, gibt es allerdings einen besonderen Gast. Der Ex-BVB- und Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld kommt zum Public Viewing nach Dortmund. Vor dem Anpfiff gibt es eine kleine Talkrunde mit ihm. 

Was kostet ein Bier?

0,4 Liter liegen bei 4 Euro plus 1 Euro Pfand - auch bei anderen Getränken. Nur 0,4 Liter Wasser sind mit 3 Euro einen Euro günstiger.

Gibt es auch Sitzplätze?

Ja. Im hinteren Teil des Platzes stehen Bierbänke. Diese können für zehn Euro reserviert werden. Wer auch noch Essen und Trinken dabei haben möchte, zahlt für den VIP-Bereich 60 Euro. Plätze können per E-Mail reserviert werden: frese@applex-marketing.de

Gibt es Sicherheitskontrollen?

Ja. Das Sicherheitskonzept stehe schon seit einigen Jahren, sagen die erfahrenen Veranstalter. Auf dem Friedensplatz gibt es ein Glasverbot. Die Besucher werden vor dem Einlass von Security kontrolliert.

Wo kann ich die EM-Spiele in Dortmund noch sehen?

Etliche Kneipen und Lokale übertragen die EM-Spiele. Wir haben die interessantesten Public-Viewing-Orte auf einer Karte gesammelt:

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