Wegen Bombenentschärfung: Theater Dortmund sagt Vorstellungen ab

Bomben-Blindgänger

Dortmund steht Anfang des Jahres 2020 eine Mega-Evakuierung bevor. Auch das Theater Dortmund ist davon betroffen: Mehrere Vorstellungen können nicht stattfinden.

Dortmund

11.12.2019, 14:43 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wegen Bombenentschärfung: Theater Dortmund sagt Vorstellungen ab

Auch die Vorstellung von „Lohengrin“ fällt am Tag der Bombenentschärfung aus. © Thomas M. Jauk/Stage Picture

Wer für den 12. Januar 2020 Karten für „Lohengrin“ im Opernhaus oder „Die Dämonen“ oder „Der Widersacher“ im Schauspielhaus hat, muss dieses Event aus dem Kalender streichen. Alle Vorstellungen fallen an dem Tag aus. Grund dafür ist eine der größten Evakuierungen der Nachkriegsgeschichte in Dortmund: Im Klinikviertel und am Wall werden Bombenblindgänger gesucht und möglicherweise entschärft, 12.000 Anwohner sind von der Evakuierung betroffen.

Theater bietet Ersatztermin an

Das Theater Dortmund schreibt jedoch in einer Pressemitteilung, dass es einen Alternativtermin anbiete. Wann genau der sein wird, steht noch nicht fest, doch die Kunden werden in den nächsten Tagen darüber informiert. Wem der Alternativtermin nicht passt, der kann die Karten gegen Wertgutscheine beziehungsweise Abo-Gutscheine eintauschen.

Tobias Ehinger, Direktor des Theaters, sagt, man folge mit der Absage einer Sicherheitsanweisung der Stadt Dortmund.

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Experten des Kampfmittelräumdienstes haben Bombenverdachtspunkte im Klinikviertel ausgemacht. Im November suchte die Stadt Dortmund außerdem am Wall nach Blindgängern.

Die Suche war teilweise erfolgreich: Ende November verkündete die Stadt, an der Ecke Rheinische Straße/Westentor einen Blindgänger gefunden zu haben. Am 12. Januar 2020 soll dieser freigelegt und entschärft werden. Noch unklar ist, ob auch direkt am Opernhaus ein Blindgänger liegt.

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