Wegen Corona: Neustart der Dortmunder Schachtage erst im Jahr 2021

Coronavirus

Einmal im Jahr steht Dortmund im Mittelpunkt der Schachwelt. Die Dortmunder Schachtage versammeln Schachprofis und -amateure. Doch in diesem Jahr fällt die Sparkassen Chess-Trophy aus.

Dortmund

, 30.04.2020, 18:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Das Dortmunder Chess-Meeting muss in diesem Jahr abgesagt werden.

Das Dortmunder Chess-Meeting muss in diesem Jahr abgesagt werden. © Oliver Schaper (Archiv)

Viel vorgenommen hatte sich das neu zusammengesetzte Organisationsteam der Dortmunder Schachtage für dieses Jahr: Als Sparkassen-Chess-Trophy sollte das alljährliche Treffen der Schachsportler mit weltweiter Resonanz auf neue Beine gestellt werden.

Statt getrennter Turniere für Großmeister und Amateure sollte es im Juli drei nach Spielstärke gestaffelte offene Turniere geben. Dazu wollte man mit dem Kongresszentrum der Westfalenhallen und dem Goldsaal an einen Ort zurückkehren, an dem die Schachtage bislang ihre größten Erfolge verbuchen konnten.

Corona-Auflagen wären schwer zu erfüllen gewesen

Jetzt macht allerdings auch hier die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung. „Erstmals in ihrer langjährigen Geschichte seit 1973 werden damit die Internationalen Dortmunder Schachtage in diesem Jahr nicht stattfinden können“, teilten die Organisatoren am Donnerstag mit.

Veranstaltungsleiter Carsten Hensel, Bürgermeisterin Birgit Jörder, Sparkassen-Vorstandschef Dirk Schaufelberger, Turnierdirektor Stefan Koth und Turnierleiter Andreas Jagodzinsky hatten im Februar die Neuorganisation der Schachtage vorgestellt.

Veranstaltungsleiter Carsten Hensel, Bürgermeisterin Birgit Jörder, Sparkassen-Vorstandschef Dirk Schaufelberger, Turnierdirektor Stefan Koth und Turnierleiter Andreas Jagodzinsky hatten im Februar die Neuorganisation der Schachtage vorgestellt. © Oliver Volmerich

Die Entscheidung habe der veranstaltende Verein „Initiative Pro Schach“ in Absprache mit dem Titelsponsor Sparkasse und weiteren Partnern wie Stadt Dortmund und Westfalenhallen getroffen.

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Trotz aller diskutierten Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen sei unter Berücksichtigung der Charakteristika dieser Veranstaltung keine andere Entscheidung möglich gewesen.

„Selbst wenn die Zahl von Teilnehmern und Besuchern unter 1000 gedrückt worden wäre, hätte eine erhöhte Infektionsgefahr nicht ausgeschlossen werden können“, begründet Veranstaltungsleiter Carsten Hensel diesen Schritt.

Planungen für 2021 laufen

Die räumliche und zeitliche Intensität sowie die physische Nähe des Aufeinandertreffens der Akteure beim Schach mache die Umstände im Vergleich zu anderen Sportarten noch problematischer. 1,50 Meter Abstand seien halt am Schachbrett nur schwer einzuhalten.

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Aber man blickt bereits in die Zukunft: Die 48. Auflage der Internationalen Dortmunder Schachtage, ursprünglich geplant im kommenden Juli, sollen nun ein Jahr später, und zwar vom 14. bis 21. Juli 2021 nachgeholt werden. Die Konzeption, ein internationales Schachfestival unter dem Dach der Westfalenhallen zu organisieren, bleibe unverändert.

Es gibt schon viele Anmeldungen

Wer sich für Juli 2020 schon angemeldet und das Startgeld gezahlt habe, bekomme es zurückerstattet. Turnierdirektor Andreas Jagodzinsky berichtet von einer großen Resonanz mit vielen Anmeldungen. „Das gilt für alle Leistungsklassen und auch für die Teilnahmebereitschaft von mehr als 20 Großmeistern aus aller Welt. Darauf lässt sich aufbauen“, sagt Jagodzinsky.

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