Wegen des Coronavirus: Online-Händler Amazon priorisiert Warenlieferungen

mlzCoronavirus

Der Einzelhandel ist in weiten Teilen zum Erliegen gekommen. Davon profitieren Online-Anbieter. Bei Amazon werden die Warenlieferungen daher jetzt je nach Dringlichkeit bearbeitet.

Dortmund

, 25.03.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Viele Geschäfte des Einzelhandels mussten wegen der anhaltenden Corona-Krise ihren Betrieb bis auf Weiteres einstellen. Die Unternehmen, die weiterhin ihre Filialen öffnen dürfen, haben oftmals mit Lieferengpässen zu kämpfen. Davon profitiert vor allem der Online-Handel. Aufgrund der hohen Nachfrage werden deshalb beim Versandriesen Amazon die Warenlieferungen mittlerweile unterschiedlich priorisiert.

Wer derzeit bei Amazon ein neues Kleid, eine Bohrmaschine oder einen Drucker bestellt, der sollte nicht sofort sehnsüchtig am Fenster auf das Paket warten, sondern muss sich eher auf eine längere Lieferzeit einstellen.

Jetzt lesen

Produkte, die vordergründig nicht zum notwendigen Bedarf zählen, werden später ausgeliefert. Das bestätigte Unternehmenssprecher Thorsten Schwindhammer.

Bestimmte Bestellungen werden vorrangig behandelt

Von der Maßnahme betroffen ist unter anderem auch das Logistikzentrum in Dortmund. „Viele Kunden haben keine andere Möglichkeit, an wichtige Artikel zu kommen, und wir wollen sicher sein, dass wir die richtigen Ressourcen zur Verfügung haben, um ihre Bedürfnisse zu erfüllen“, erklärt Schwindhammer.

Das bedeutet konkret: Bestellungen von Artikeln, die die Kunden aktuell am dringendsten benötigen, werden vorrangig bearbeitet. Dazu gehören laut Schwindhammer neben Dingen für den täglichen Bedarf auch medizinische Verbrauchsgüter und andere Produkte, die in den Logistikzentren stark nachgefragt werden.

Jetzt lesen

Die Kunden würden vor dem Abschluss einer Bestellung aber darüber informiert, wenn die Auslieferung eines Artikels aufgrund der Priorisierung länger dauere als im Normalfall.

In Dortmund vorerst keine zahlreichen Neuanstellungen

Derweil reagiert man bei Amazon auch in personeller Hinsicht auf die nach wie vor ansteigende Nachfrage: „Wir schaffen deutschlandweit momentan 350 zusätzliche Voll- und Teilzeitstellen in unseren Logistikzentren, um der derzeitigen Situation gerecht zu werden“, sagt Schwindhammer. Der Standort Dortmund sei von diesen Maßnahmen allerdings bislang nicht betroffen.

„Wir können unsere Zentren natürlich auch mit Blick auf die verschärften Sicherheitsvorkehrungen nicht einfach mit neuen Angestellten überlasten“, erläutert der Sprecher und ergänzt: „Deshalb gehen wir auch beim Thema Neuanstellungen behutsam vor.“

Lesen Sie jetzt