Festlich geschmückt sind viele Kirchen. In vielen werden aber keine Weihnachtsgottesdienste stattfinden. © Stephan Schütze
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Weihnachten 2020 in Dortmund: Wo gibt es Gottesdienste, wo nicht?

Der Kirchenbesuch zu Weihnachten hat in vielen Dortmunder Familien Tradition. Doch 2020 fallen wegen Corona viele Gottesdienste aus, wo sie stattfinden, ist der Platz beschränkt. Ein Überblick.

Die Entscheidung ist nicht leicht gefallen. In vielen – vor allem in den katholischen Gemeinden – wurde bis zuletzt gerungen, ob und wie Weihnachtsgottesdienste angesichts der anhaltend kritischen Corona-Lage stattfinden können.

Die evangelische Kirche in Dortmund hatte schon in der vergangenen Woche erklärt, auf Präsenzgottesdienste bis zum 10. Januar ganz zu verzichten und stattdessen Online-Formate anzubieten.

Für die katholischen Gemeinden in Dortmund gilt die Leitlinie des Erzbistums Paderborn, nach der Präsenz-Gottesdienste unter strengen Hygieneauflagen gefeiert werden sollten. Die örtlichen Kirchengemeinden können aber mit Blick auf die Situation vor Ort zu anderen Entscheidungen kommen, heißt es.

Und das haben viele getan. In vier von zehn Pastoralen Räumen – in Dortmund-Nordost, Dortmund-Ost, Dortmunder Westen und Am Revierpark – sowie im Pastoralverbund Eving-Brechten werden über Weihnachten und bis zum 10. Januar keine Präsenz-Gottesdienste gefeiert.

In der Franziskanerkirche in der östlichen Innenstadt sind alle Gottesdienste an Heiligabend und an Weihnachten, zunächst bis einschließlich 27. Dezember abgesagt. Im Franziskaner-Kloster hatte es mehrere Covid-Erkrankungen gegeben.

Und auch in anderen Pastoralen Räumen gibt es ein sehr abgespecktes Angebot. In der Innenstadt mit dem Pastoralen Raum Dortmund-Mitte werden in der Propsteigemeinde, in St. Suitbertus und in Heilig Kreuz die Gottesdienste am 1. und 2. Weihnachtsfeiertag wie geplant gefeiert, die Gottesdienste am Heiligabend fallen aus. In St. Bonifatius finden alle Gottesdienste am Heiligabend und den beiden Weihnachtsfeiertagen statt. Für alle Gottesdienste gab es eine Anmeldepflicht, alle Plätze sind bereits vergeben.

Online-Gottesdienste als Ersatz

Als Ersatz gibt es fast überall digitale Angebote. So werden etwa die Gottesdienste am Heiligabend um 17 Uhr und um 22 Uhr aus St. Bonifatius im Internet unter www.bonifatius-dortmund.de übertragen.

Auch die Ruhr Nachrichten zeichnen gemeinsam mit Sport Live wieder Gottesdienste auf, die dann online zu sehen sind. Am 1. Weihnachtstag (25.12.) etwa einen ökumenischen Gottesdienst mit dem katholischen Pfarrer Guido Hoernchen und der evangelischen Pfarrerin Heike Bährle aus der katholischen Kirche St. Magdalena in Lütgendortmund.

Die Kirchen sind auch vielfach zu den sonst üblichen Gottesdienstzeiten und darüber hinaus geöffnet, teilt die Katholische Stadtkirche mit. An den Weihnachtstagen können auch die Krippen besucht werden. Links zu den Internetseiten der katholischen Kirchengemeinden in Dortmund stehen im Katholischen Stadtplan unter: www.stadtkirche-dortmund.de/katholischer-stadtplan

Auch die evangelischen Gemeinden sind zu Weihnachten online präsent. Mit zahlreichen Kirchen kann man Online-Gottesdienste im Internet feiern, es gibt Andachten zum Anhören im Podcast, geistliche Impulse, Lieder und Gebete über Messengerdienste oder auch am Telefon. In einigen gibt es „Weihnachten in Tüten“ mit Gebeten und Andachten, die zum Mitnehmen auf den Kirchgrundstücken hängen.

Einen Gabenzaun gibt es in der Petrikirche am Westenhellweg – organisiert von der evangelischen Gemeinde St. Petri und dem Katholischen Forum. Beide hatten ihren Freiuluft-Gottesdienst zu Heiligabend an der Katharinentreppe abgesagt. © Stephan Schütze © Stephan Schütze

Und es gibt einen ganz besonderen Aufruf: Zum Zeichen des gemeinsamen Feierns werden am Heiligen Abend in allen evangelischen Gemeinden die Kirchenglocken erklingen. Um 18 Uhr laden sie ein, anschließend zu Hause, an geöffneten Fenstern oder auf den Balkonen miteinander „O du fröhliche“ anzustimmen. Nach dem Läuten um 23 Uhr ist man eingeladen die „Stille Nacht“ zu besingen.

Informationen zu Online-Gottesdiensten und Zeiten offener Kirchen gibt es auf den Internetseiten der einzelnen Kirchengemeinden und auf der Webseite des Evangelischen Kirchenkreises unter www.ev-kirche-dortmund.de.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Oliver Volmerich, Jahrgang 1966, Ur-Dortmunder, Bergmannssohn, Diplom-Journalist, Buchautor und seit 1994 Redakteur in der Stadtredaktion Dortmund der Ruhr Nachrichten. Hier kümmert er sich vor allem um Kommunalpolitik, Stadtplanung, Stadtgeschichte und vieles andere, was die Stadt bewegt.
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Oliver Volmerich

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