Weihnachten ohne Geschenkewahn

07.01.2008, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aplerbeck Nun weiß Laras Gastfamilie in Seneca, Missouri, was ein Adventskalender ist und kennt auch einige andere deutsche Vorweihnachtsbräuche. Weihnachtsmärkte gab es in Seneca nicht, jedoch auch keinen "wilden Geschenkewahn", berichtet Lara Deutsch, die die ersten vier Monate ihres einjährigen USA-Aufenthaltes hinter sich hat (wir berichteten).

"Ein Highlight der Vorweihnachtszeit war der Snowballdance an meiner Schule, ein formeller Dance, zu dem alle Mädchen Kleider und High Heels und die Jungen schicke Hemden getragen haben", erinnert sich die Aplerbeckerin und beschreibt das eigentliche Weihnachtsfest eher als gemütliches Familienfest.

Lara hat Weihnachten trotz seiner Andersartigkeit sehr genossen, denn "jedes Familienmitglied, selbst Onkel, die mich vielleicht ein Mal gesehen haben", hätten ein Geschenk für sie gehabt. "Das hat mich sehr glücklich gemacht und mir das Gefühl gegeben, ein Teil ihrer Familie geworden zu sein."

An New Years Eve, also Silvester, rief sie gegen fünf Uhr ihrer Ortszeit ihre Familie in Deutschland an, die dort gerade ins Neue Jahr feierte. Als der Jahreswechsel auch in Missouri geschafft war, gab es kein Feuerwerk, sondern ein "Lock In": junge Leute trafen sich nach Mitternacht in der Kirche und blieben dort gemeinsam bis zum Morgen.

"Die Kirche ist ausgestattet mit Beamern, Fernsehern, Tischtennis, Billard...es war ziemlich cool und hat viel Spaß gemacht, das neue Jahr mit seinen Freunden auf diese Art zu beginnen!" bib

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