Bei Saturn auf dem Westenhellweg sorgen nun ein Absperrband und Abstandsschilder auf dem Boden dafür, dass am Eingang kein Gedränge mehr entstehen kann. © Maximilian Konrad
Coronavirus

Weniger Kunden in Geschäften erlaubt: So klappt‘s auf dem Westenhellweg

Die neue Corona-Schutzverordnung bringt Änderungen mit sich. Unter anderem dürfen weniger Kunden in große Geschäfte. So geht es verschiedenen Händlern in Dortmund damit.

Mit Beginn des Monats Dezember gilt in Nordrhein-Westfalen wieder eine neue Corona-Schutzverordnung. Die größte Veränderung ist wohl, dass sich nun nur noch fünf Personen aus zwei Haushalten in der Öffentlichkeit treffen dürfen.

Aber auch für große Einzelhandelsunternehmen gibt es eine neue Regelung: Geschäfte, die eine größere Ladenfläche als 800 Quadratmeter haben, müssen ihren Kunden nun jeweils mindestens 20 Quadratmeter Platz zugestehen.

Für Geschäfte mit einer Verkaufsfläche bis 800 Quadratmeter ändert sich dagegen nichts. Hier müssen weiterhin mindestens 10 Quadratmeter pro Kunde vorhanden sein.

Die Kundenanzahl muss reduziert werden

Beim Rundgang am Dienstagmittag (1.12.) spürt man die Neuerung für die großen Unternehmen kaum. Egal ob bei H&M, bei Karstadt oder bei Peek und Cloppenburg: Es sind eher wenige Leute in den Läden, es verteilt sich gut, an keinem Ort ballt es sich. Wobei das geringe Aufkommen in der City am Dienstagmittag auch mit dem nasskalten Wetter zusammenhängt.

Fest steht: Jeder größere Händler in der Innenstadt musste eine neue Personenzahl festlegen, die in das Geschäft darf. So ist beispielsweise bei Görtz an der Petrikirche nur noch 26 Kunden der Zugang gestattet. Bei Foot Looker kommen noch 13 Menschen rein, bei Sizeer 10 und bei Douglas nur noch 31.

Mitarbeiterin zählt zur Sicherheit nach

Um bei der Personenzahl im Laden auf Nummer sicher zu gehen, hat man sich bei Peek und Cloppenburg etwas besonderes überlegt: Neben dem elektronischen Kundenzähler gibt es auch noch eine Mitarbeiterin, die die Kunden mithilfe eines Programms via Tablet zählt.

„Manchmal gibt es leichte Ungenauigkeiten bei unserem Sensor, der die Menschen zählt, die ein- und ausgehen. Daher zählen wir lieber persönlich nach“, erzählt die Frau, die am Eingang steht und auf einem kleinen Tisch auch Desinfektionsspray platziert hat.

Absperrband und Abholservice

Auch bei Deichmann merkt man durch die neue Regelung kaum eine Veränderung. „Die Kunden haben auch so genug Platz“, sagt ein Sprecher. Ob durch die Neuerung die Einnahmen sinken? Nein, dem sei nicht so. Die Umsätze seien so oder so gering, weil nur noch wenige Menschen in die Innenstadt kämen.

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Black Friday in Dortmund

Gerade am Black Friday (27.11.) hatte es auf dem Westenhellweg jedoch einen großen Andrang gegeben. Menschen ballten sich vor den Geschäften und es bildeten sich teils lange Schlangen. Auch um dem vorzubeugen hat der Elektrogroßmarkt Saturn nun ein Absperrband vor dem Geschäft gespannt. Damit soll ein Gedränge am Eingang verhindert werden.

Der Kosmetikhersteller Lush will mit seinem „Pick-Up Service“ Kundenansammlungen zuvorzukommen. Kunden können täglich zwischen 14 und 17 Uhr vorher bestellte Produkte abholen.

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Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
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Maximilian Konrad

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