Wenn der Trödel ruft, gibt es kein Halten mehr

Anliegerstraßen in Aplerbeck betroffen

16.05.2007, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aplerbeck Kommt der Trödelmarkt zum Real-Parkplatz an der Schleefstraße, herrscht in den angrenzenden Wohngebieten eine Verkehrsdichte wie zu Ferienbeginn auf der B1. Schlimmer noch: Die anreisenden Trödel-Fans parken auch noch die Straßen zu. Dicht an dicht, auf der Fahrbahn oder auf dem Bürgersteig, ?die Belastung ist an diesen Tagen enorm?, so Henning Müller Späth (Foto, Bürgerliste), Mitglied der Bezirksvertretung Aplerbeck. Bevorzugte Parkflächen des Besucherstroms: Die Trapphofstraße und die angrenzenden Seitenstraßen. Alle vier Wochen ist es sonntags soweit, ?dann kommen ab 9 Uhr morgens die Autos?. Die Trödelmarkt-Betreiber würden auf dem Real-Gelände zu wenig Parkraum bereitstellen. Also wird geparkt wo Platz ist. Dabei sind die Straßen in den angrenzenden Wohngebieten Anliegerstraßen. Und da Gehwege auch keinen offizielle Parkflächen darstellen, reißt den Anwohnern so langsam der Geduldsfaden. Die Autos stünden hier so dicht und die Verkehrssituation sei dermaßen unübersichtlich, dass viele Eltern Angst um ihre Kinder hätten. Auch würde in Notfällen ein Rettungswagen bei der Durchfahrt große Probleme bekommen. Und obwohl Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung vorliegen, würden sich die Polizei und das Ordnungsamt nicht um die Parksünder kümmern. Um den Automassen Herr zu werden, ?hilft nur, von Seiten der Betreiber Ordner aufzustellen, die die Einfahrt in die Anliegerstraßen kontrollieren?, so Müller-Späth. Auch ein rigoroses durchgreifen des Ordnungsamtes wäre von Seiten der Anwohner erwünscht. Die Politik hat sich ebenfalls mit der Parksituation während des Trödelmarkt auf dem Real-Parkplatz beschäftigt. Die Bezirksvertretung Aplerbeck hat an den Ausschuss für Bürgerdienste einen Antrag gerichtet, sich mit der Situation auseinander zu setzen. jöb

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