Wenn die Stadt der Nachbar ist

17.09.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Menglinghausen Die Diskussion um die ökologische Ausgleichsfläche im Neubaugebiete Menglinghausen-Süd verläuft nicht im Sinne aller Anwohner. "Ich habe mich über die Darstellung der Stadt sehr geärgert", reagierte Katja Brune aus dem Hans-Grüning-Weg auf unseren Bericht vom vergangen Freitag ("Zum Ausgleich ökologisch").

Darin hatte Stadtsprecher Hans-Joachim Skupsch angekünigt, dass die Fläche höchstens zweimal im Jahr gemäht werde. Zurzeit übernimmt eine Schafherde diesen Job. "Doch die Schafe schneiden die Sträucher und die Bäume nicht", stellte Katja Brune aus dem Hans-Grüning-Weg fest. Der Wildwuchs würde in die benachbarten Gärten hineinranken und den Pflanzen der Eigenheimbesitzer das Licht nehmen. Mit diesem Ergebnis: "Wir schneiden die Bäume und die Sträucher jetzt selber", so Katja Brune wenig begeistert von der zusätzlichen und von einem fremden Eigentümer aufgebürdeten Gartenarbeit.

Wie berichtet, hat die Stadt Dortmund die ökologische Ausgleichsfläche im Sommer 2007 mit Zeitverzug von der Deutschen Annington übernommen. Jetzt ist sie für die Grundstückpflege verantwortlich. Die Kritik der Anwohner: die Stadt vernachlässige ihre Pflichten. Laut Katja Brune wachse der extra für Fußgänger angelegte Weg teilweise zu. Ein anderes Beispiel für den Konflikt um ökologische Ausgleichsfällen wächst am Winkelsweg in Eichlinghofen. Dort treibt es eine Grünfläche so bunt, das Anwohner den Wuchs mehrmals im Jahr beschneiden. Genau das ärgert den Bürger Siegfried Stange, der dort auch einen Nussbaum gepflanzt hat: "Das ist eine ökologische Ausgleichsfläche - und dass soll auch so bleiben." ban

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