Auch Comirnaty, der Impfstoff von Biontech, kommt im Impfzentrum auf Phoenix-West in die Spritzen. © dpa
Corona-Impfung

Wer darf ab Donnerstag in Dortmund Impf-Termine machen – und wie geht das?

Mehr Menschen dürfen ab Donnerstag (6.5.) Termine in den Corona-Impfzentren machen. Aber wer aus der Prio-Gruppe 3 ist jetzt berechtigt und wer nicht? Und was muss man in Dortmund tun?

Die Termine in den Corona-Impfzentren sind offen für viele Menschen aus der Priorisierungsgruppe 3 – und das schon ab Donnerstag (6.5.). Das hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann am Mittwoch erklärt. Was bedeutet das für die Dortmunder?

Wer ist nun berechtigt?

Einige aus der Prio-Gruppe 3, die berufsbedingt ein Impfangebot erhalten. Mitarbeiter aus Supermärkten und Drogeriemärkten etwa, Lehrer und andere Mitarbeiter an weiterführenden Schulen, zudem viele Beschäftigte aus der Justiz:
vom Richter über den Staatsanwalt und die Mitarbeiter aus den Servicebereichen der Gerichte bis zu Gerichtsvollziehern und all denjenigen, die in Gefängnissen viel Kontakt zu Inhaftierten haben.

Was ist mit Kontaktpersonen von Schwangeren, Pflegebedürftigen und schwer erkrankten Kindern und Jugendlichen?

Auch die dürfen sich ab Donnerstag um Termine kümmern. Berechtigt sind jeweils zwei Kontaktpersonen. „Das Alter und die Art der gesundheitlich bedingten Beeinträchtigung der pflegebedürftigen Person sind für die Impfberechtigung unerheblich“, heißt es offiziell vom Ministerium.

Und was ist mit Älteren oder Vorerkrankten?

Die gehören zwar auch zur Prio-Gruppe 3, müssen allerdings noch weiter warten. Das betrifft generell Über-60-Jährige etwa sowie Menschen, bei denen „nach individueller ärztlicher Beurteilung aufgrund besonderer Umstände im Einzelfall ein erhöhtes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus besteht“.
Aufgeführt sind beispielsweise Menschen, die Krebs hatten oder eine HIV-Infektion haben, die an Asthma leiden, an Autoimmunerkrankungen, an rheumatologische Erkrankungen oder Herzinsuffizienz oder die einen Schlaganfall hinter sich haben.

Was ist mit Feuerwehrleuten?

Sie dürfen jetzt noch nicht Termine vereinbaren, sondern erst ab der zweiten Maihälfte. Das gilt für alle, die sich in der Freiwilligen Feuerwehr oder im Katastrophenschutz engagieren, zudem für die Mitarbeiter von Berufsfeuerwehr oder Polizei, die bisher noch nicht geimpft sind – etwa weil sie beruflich wenige Kontakte haben.

Ich bin ab Donnerstag berechtigt. Wie komme ich an einen Termin?

Entweder über die Internet-Seite der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (www.corona-kvwl.de/impftermin) oder zwischen 8 und 20 Uhr über die kostenfreien Telefonnummern 116117 sowie (0800) 116 117 02. KVWL-Sprecher Andreas Daniel dazu am Mittwochnachmittag: „Wir haben die Liste vom Land NRW bekommen und werden sie bis Donnerstag auf unseren Seiten einpflegen.“

Wie muss ich nachweisen, dass ich berechtigt bin?

Entweder über eine Bescheinigung des Arbeitgebers. Oder über andere Bescheinigungen, die es ebenfalls über die oben angegebene Internet-Seite gibt. Wer Kontaktperson einer Schwangeren ist, muss eine Kopie des Mutterpasses vorlegen. Wer Kontaktperson eines Pflegebedürftigen ist, muss einen Nachweis der Pflegekasse über den Pflegegrad kopieren und zum Termin mitbringen. Eltern von schwer erkrankten Kindern brauchen eine ärztliche Bescheinigung.

Wann sind die übrigen Gruppen aus der Prio-Gruppe 3 dran?

Sie können einerseits warten, bis das Land NRW die Termine in den Impfzentren auch für sie freigibt. Oder sie wenden sich schon jetzt an ihre Hausarztpraxen. Die niedergelassenen Ärzte sollen sich auch an die Priorisierungsliste halten. Doch Minister Laumann unterstrich am Mittwoch auch: „Für die Hausärzte ist die Prio 3 auch freigegeben.“ Gerade die Menschen über 60 Jahren mögen sich bitte an die Praxen wenden. Dort gebe es „in erheblichem Maße Impfstoff von Astrazeneca“. Den zu nehmen, sei solidarisch gegenüber den jüngeren Bevölkerungsgruppen.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

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