Am Abend des Black Friday herrschte dichtes Gedränge auf dem Westenhellweg. © Kevin Kindel
Meinung

Westenhellweg absperren? Nur das rettet Dortmunds Handel vor Corona!

Gitter links und rechts am Westenhellweg? Kein Zugang mehr zu Dortmunds Shoppingmeile? Richtig so! Weniger Menschen vor den Läden ist der einzige Weg, dem Einzelhandel zu helfen. Ein Kommentar.

Diese Enge war unfassbar. Wer sich am Freitagabend über den Westenhellweg drängen musste, war mittendrin im Shopping-Wahnsinn. So voll wie am Black Friday ist es seit Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr gewesen in der Dortmunder City.

Die Stadt hat reagiert, sie musste reagieren. Wie soll man den Bürgern denn Abstandsregeln vermitteln, wenn sie dann an einem zentralen Ort keine Rolle mehr spielen? Das Stadion ist für Zuschauer gesperrt, Schulklassen sollen sich nicht mischen, Eltern ihre Kinder am Kita-Eingang abgeben – aber in der City zwängt man sich links und rechts und abstandslos aneinander vorbei?

Am Freitag hat sich gezeigt: Das gute Zureden alleine hilft nicht. Das Ordnungsamt muss für den Notfall auch direkt einen Plan haben, um die Ordnung durchzusetzen.

Ab sofort behält man sich vor, Gitter auf den Seitenstraßen aufzubauen, falls es zu voll werden sollte in der Fußgängerzone. Damit es nicht noch voller wird.

Absperrgitter in der Innenstadt? Sicher: Schön ist das nicht. Aber es ist noch die beste Möglichkeit, um Abstände auf dem Westenhellweg durchzusetzen.

Und auch die beste Variante für den Einzelhandel. Was nützt es dem, wenn auf die übervolle Innenstadt und die übervolle Kasse ein großer Lockdown folgen sollte? Dann lieber jetzt ein paar Kunden weniger, dafür aber auch im Januar und Februar und März noch welche.

Über den Autor
Redaktion Dortmund
Jahrgang 1977 - wie Punkrock. Gebürtiger Sauerländer. Geborener Dortmunder. Unterm Strich also Westfale.
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Björn Althoff

Ahaus, Heek und Legden am Abend

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