Westfalenhallen verhängen Hausverbot gegen Aktivisten

Bei Fair-Trade-Messe

Eigentlich wollte Till Strucksberg, Mitinitiator der Initiative Dortmund-Kolumbien, am Freitag mit drei weiteren Aktivisten die "Fair Trade & Friends" besuchen. Doch die Gruppe wurde nicht reingelassen, die Westfalenhallen erteilten ihnen ein Hausverbot. Die Messe befürchtete eine Protest-Aktion.

DORTMUND

, 06.09.2014, 02:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Westfalenhallen.

Die Westfalenhallen.

Till Strucksberg, der auch bei der globalisierungskritischen Nicht-Regierungs-Organisation Attac aktiv ist, räumt ein, dass noch eine weitere Aktion für diesen Tag geplant war. „Während der Eröffnung wollten wir ein Plakat hochhalten, mit dem wir auf unser Anliegen aufmerksam machen wollten.“ Eine faire Messe habe so den Protest gegen unfaire Bedingungen verboten, erklärte Strucksberg weiter.

Die Westfalenhallen hätten das Hausverbot damit begründet, dass Hinweise vorlägen, dass die Gruppe die Messe stören wolle. „Was für Hinweise das sein sollen, wollten sie nicht sagen“, sagt Strucksberg.

Auf Anfrage dieser Redaktion erklärte Dr. Andreas Weber, Leiter der Unternehmenskommunikation der Westfalenhallen, in einer schriftlichen Stellungnahme: „Wir hatten begründete Hinweise erhalten, dass die Durchführung der Eröffnungsveranstaltung auf der ’Fair Trade & Friends’ gestört werden sollte. Die Hinweise waren derart konkret, dass auch Polizei und Staatsschutz vor Ort erschienen.“ Um was für Hinweise es sich gehandelt hat, teilte Weber nicht mit.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt