WestLB-Krise: Keine Gefahr für Sparkasse Dortmund

DORTMUND Er ist bis heute einer der bekanntesten Werbesprüche: "Wenn's um Geld geht - Sparkasse". Wie ein Ohrwurm hat er sich im Gehirn regional verbundener mittelständischer Unternehmer und Normalverbraucher eingenistet. Und das soll auch so bleiben, sagt der Dortmunder Sparkassenchef Uwe Samulewicz.

24.01.2008, 21:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ganz egal wie viel Geld die Sparkasse auch aufbringen muss, um die Schulden der Westdeutschen Landesbank (WestLB) auszugleichen. Für Kunden und Mitarbeiter der Bank mit dem roten "S" wird das keine Auswirkungen haben. Das machte Sparkassenchef Uwe Samulewicz (Foto) gestern noch einmal deutlich. "Niemand braucht sich Sorgen zu machen."

Nicht zuletzt auch deshalb hat die Sparkasse einen so hohen Marktanteil, weil der Erlös allen zukommt. Mal fließen die Spenden an Vereine, mal in Veranstaltungen wie das Chess-Meeting, das zweitstärkste klassische Schachturnier weltweit. Auch, und das ist nicht die schlechteste Lösung, auch in den Etat der Stadt Dortmund.

"Kaffeesatzleserei"

Aus Sicht von Samulewicz wird sich an diesen "Sponsoring-Aktivitäten" auch so schnell nichts ändern. Auch wenn die Sparkasse 30 Mio. Euro zur Stützung der WestLB aufbringen müsste, was laut Samulewicz aber zurzeit "Kaffeesatzleserei" ist. Er kann das sagen, weil das Kreditinstitut für schlechte Zeiten und "Überraschungen" einen "Fonds für allgemeine Bankrisiken" eingerichtet hat. 70 Mio. Euro schwer ist dieser Fonds. Doch Samulewicz glaubt noch nicht einmal, dass man auf dieses Geld zurückgreifen muss. "Unseren Anteil zur Gesundung der WestLB werden wir aus dem laufenden Geschäft begleichen", sagt er selbstbewusst.

Lesen Sie jetzt