Eine Impfung in einem Krankenhaus © dpa (Symbolbild)
Impfkampagne

Wie viele Corona-Impfungen gibt es in Dortmunds Kliniken?

Für wie viele Corona-Impfungen haben Praxis-Ärzte, mobile Teams und Impfzentren gesorgt? Das wird täglich veröffentlicht. Die Zahlen für die Kliniken gibt es aber nur mit einem Rechentrick.

Jeden Vormittag unter der Woche veröffentlicht die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), wie viele Menschen in Dortmunds Arztpraxen, im Dortmunder Impfzentrum und durch mobile Teams gegen Corona geimpft worden sind.

Ein wichtiger Pfeiler des Dortmunder Gesundheitssystems fehlt aber in dieser Aufzählung: die Krankenhäuser der Stadt. Wie viele Menschen dort bisher eine Corona-Impfung erhalten haben, wird nicht gesondert veröffentlicht. Doch man kann auch diese Zahl tagesaktuell herausfinden – mit einem kleinen Trick.

Denn auch die Stadt Dortmund veröffentlicht täglich eine Zahl von vollständig Geimpften in Dortmund. Sie erhebt genauso wenig den Anspruch auf Vollständigkeit wie die KVWL, da in ihrer Zahl ebenfalls die Impfungen von Privat- und Betriebsärzten fehlen (diese gehen direkt an das Robert-Koch-Institut und werden nicht lokal aufgeschlüsselt veröffentlicht).

Doch zusätzlich zu den KVWL-Quellen bezieht die Stadt immerhin die Impfungen der Kliniken mit ein. Wie viele das einzeln sind, erfährt man also, wenn man den KVWL-Wert von der Zahl der Stadt Dortmund abzieht.

Krankenhäuser haben nur einen kleinen Anteil an Dortmunds Impfkampagne

Nach dieser Rechnung wurden bis Montag (17.8.) in Dortmunds Kliniken 27.931 Erst- und Zweitimpfungen gegen das Coronavirus verabreicht. Damit haben sie nur einen sehr kleinen Anteil an der Impfkampagne in der Stadt: Nur rund 4 Prozent aller bisher von der Stadt erfassten gut 705.000 Impfungen in Dortmund wurden in Krankenhäusern verimpft.

Viel Potenzial gibt es dort auch nicht mehr, berichtet Klaus-Peter Wolter, Pressesprecher des Klinikum Westfalen, zu dem die Knappschaftskrankenhäuser in Brackel und Lütgendortmund gehören: „95 Prozent unserer Belegschaft sind inzwischen geimpft.“ Das Klinikum Dortmund, das größte Krankenhaus der Stadt, spricht auf Nachfrage von einer Impfquote von „über 90 Prozent“.

Darüber hinaus werden in beiden Krankenhäusern nur vereinzelt Patienten und Patientinnen geimpft. Ihnen wird eine Impfung nur dann angeboten, wenn sie langfristig stationär behandelt werden.

Entsprechend langsam wachsen auch die Impfzahlen aus Dortmunds Kliniken: Seit Ende Juli kamen nur knapp 100 Impfungen dazu – ein winziger Bruchteil der über 42.000 Impfungen insgesamt in diesem Zeitraum.

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Redaktion Dortmund
1984 geboren, schreibe ich mich seit 2009 durch die verschiedenen Redaktionen von Lensing Media. Seit 2013 bin ich in der Lokalredaktion Dortmund, was meiner Vorliebe zu Schwarzgelb entgegenkommt. Daneben pflege ich meine Schwächen für Stadtgeschichte (einmal Historiker, immer Historiker), schöne Texte und Tresengespräche.
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Thomas Thiel

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