Feuerwerk beim Winterleuchten im Januar 2020. Noch steht der Start des vierwöchigen Licht-Festivals im Westfalenpark im Kalender. Doch für alle Veranstalter ist derzeit unklar, wie es weiter geht. © Rüdiger Barz
Lockdown

Winterleuchten und Konzerte: Was ist mit Veranstaltungen nach dem 14.2.?

Bis zum 14. Februar gelten die aktuellen Corona-Einschränkungen. Was ist mit Veranstaltungen, die nach diesem Termin liegen? Die erste Verlegungswelle hat schon begonnen. Einige warten ab.

Es gab eine Zeit, in der schien es realistisch, dass Anfang des Jahres 2021 Veranstaltungen stattfinden könnten. Konzerte, Ausstellungen, Freiluft-Veranstaltungen: Vieles stand oder steht für Januar und Februar im Kalender. Die allgemeine Erwartung ist: Wenig davon wird stattfinden. Nach jetzigem Stand sind zumindest keine kurzfristigen Lockerungen der Corona-Einschränkungen in Sicht.

Winterleuchten-Termin ist noch nicht abgesagt

Das Winterleuchten im Westfalenpark ist eine der Veranstaltungen, die das Verschieben gewohnt sind. Ab dem 27. Februar steht die Lichtinstallation im gesamten Westfalenpark noch als Veranstaltung bei Facebook.

Mehr als 8000 Personen interessieren sich für die Veranstaltung, die im Dezember schon einmal verschoben worden war. 8000 hoffnungslose Optimisten?

„Abwarten, abwarten, abwarten“, sagt Winterleuchten-Veranstalter Wolfgang Flammersfeld über seine aktuelle Strategie.

„Der 27. Februar wäre unser Wunschtermin, aber es muss ein OK von der Politik kommen.“ Gibt es das, geht es ihm wie vielen seiner Kollegen in der Veranstaltungsbranche: Er könnte innerhalb kürzester Zeit das Event auf die Beine stellen.

Konzerte werden schon zum zweiten Mal verlegt

In den Dortmunder Konzert-Locations wie der Warsteiner Music Hall hat allerdings schon längst eine zweite Welle der Terminverschiebungen begonnen. Konzerte, die im vergangenen Frühjahr verlegt wurden, haben jetzt neue Termine im Jahr 2022.

Im Konzerthaus sind alle Termine im Februar gestrichen, ab März sind wieder Tickets buchbar. Ein großes Problem ist für Veranstalter aller Art die Unsicherheit. Till Hoppe vom FZW hofft, „dass es im Sommer wieder ein paar Möglichkeiten gibt“.

Live-Streams und Ausstellungen, die noch niemand besuchen darf

Im Dortmunder U gab es zuletzt de ungewöhnliche Konstellation, dass die Ausstellung „I was here“ aufgebaut und eröffnet worden ist, aber noch niemand sie sehen darf. „Ab Wiedereröffnung des Dortmunder U“, lautet die vage Aussicht.

Andere Live-Musik-Orte wie das Domicil setzen seit Dezember auf Livestream-Formate. Menschen können auf Youtube gratis zuschauen und den Eintrittspreis ihrer Wahl an das Domicil spenden.

Aus Gesprächen in Dortmund kristallisiert sich die allgemeine Erwartung in der Branche heraus, dass Veranstaltungen auch nach dem 14. Februar weiter nicht möglich sein werden. Vieles bleibt aber im Programmplan stehen, bis es klare Aussagen gibt.

Dortmunds Konzertsäle bleiben weiter leer. Das führt zu einer Zwischennutzung, die in der Pandemie allen hilft. Die ehemalige Phoenixhalle ist das Impfzentrum, im Konzerthaus-Foyer gibt es ein Corona-Testzentrum, möglicherweise folgen weitere Locations mit ähnlichen Konzepten.

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Redaktion Dortmund
Seit 2010 Redakteur in Dortmund, davor im Sport- und Nachrichtengeschäft im gesamten Ruhrgebiet aktiv, Studienabschluss an der Ruhr-Universität Bochum. Ohne Ressortgrenzen immer auf der Suche nach den großen und kleinen Dingen, die Dortmund zu der Stadt machen, die sie ist.
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Felix Guth

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