Wintermarkt wird nicht verlängert

Sicherheitsauflagen

Am 30. Dezember ist definitiv Schluss mit dem Weihnachtsmarkt. Bis zum 3. Januar sind alle Stände abgebaut. Eine Verlängerung als Wintermarkt mit dann nur noch einem Zehntel der 300 Buden wird es in diesem Jahr nicht geben. Dafür gibt es gleich mehrere Gründe.

DORTMUND

, 28.12.2016, 04:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Weihnachtsmarkt wird in diesem Winter nicht bis in den Januar hinein verlängert.

Der Weihnachtsmarkt wird in diesem Winter nicht bis in den Januar hinein verlängert.

Der Anschlag von Berlin am 19. Dezember und die danach entbrannte Diskussion um verschärfte Sicherheitsvorkehrungen ist nicht der alleinige Anlass, dass es keine Markt-Verlängerung über den 30. Dezember hinaus gibt.

Neues Sicherheitskonzept

Im Gespräch mit unserer Redaktion sagt Schausteller-Chef Hans-Peter Arens als Veranstalter der Weihnachtsmarktes, er habe den Antrag auf Verlängerung bei der Stadt erst sehr spät eingereicht. Und dann sei sein Antrag mitten hinein geraten in die Debatten um mehr Sicherheit.

Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt habe es Gespräche bei Ordnungsdezernentin Diane Jägers gegeben. Arens: „Wir hätten für rund 30 Stände an unterschiedlichen Standorten, darunter Reinoldikirche, Alter Markt und rund um die Petrikirche, ein neues Sicherheitskonzept vorlegen müssen.“ Dabei habe, so Arens weiter, zunächst keine Einigkeit geherrscht unter den Standbetreibern, bis wann sie überhaupt verlängern wollten. Ob bis zum 4. oder 7. Januar.

Sehr lange Öffnungszeit

Ohnehin dauerte der 118. Dortmunder Weihnachtsmarkt in diesem Jahr besonders lange, wenn am Freitag (30. Dezember) um 22 Uhr auf den vielen Markt-Flächen in der Innenstadt endgültig die Lichter ausgehen. 42 Öffnungstage werden dann einem der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland weit über 3,6 Millionen Besucher beschert haben.

„Ich kann mich nicht erinnern, jemals eine so lange Folge von trockenen Tagen erlebt zu haben“, sagt der erfahrene Schausteller Arens. Das Wetter war die gute Seite. Nach dem Terror in Berlin fiel auch ein Schatten auf den Markt: „Viele Familien blieben aus“, beobachtete Hans-Peter Arens.

Im nächsten Jahr wird der Weihnachtsmarkt sechs Tage kürzer sein. Heiligabend ist am vierten Adventssonntag. Dafür soll der Markt wieder in die Verlängerung gehen – als Wintermarkt in den ersten Januar-Tagen 2018.

 

 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt