Wir haben Kürbis-Suppe gekocht - Rezepte gesucht

Halloween

DORTMUND Nun ist die Halloween-Stimmung auch bei uns in der Redaktion angekommen. Drei Kollegen haben Kürbis-Suppe gekocht, die nun von allen anderen gekostet wurde. Ein Gemüse, aber drei völlig unterschiedliche Gerichte. Weitere Rezepte gesucht!

von Von Inga Tawadrous, Sybille Warnking und Felix Gut

, 30.10.2009, 16:13 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Hokaido-Butternut-Suppe a lá Sybille“: Kürbissuppe – cremig, weich, herbstlich, ein Geschmack, den ich im Sommer vermisst habe. Nur drohte die Verwirklichung meiner allerliebsten Lieblingssuppe an zwei Dingen zu scheitern. Erstens kann ich nicht kochen. Zweitens habe ich in meiner spärlich ausgerüsteten Küche (meine Utensilien begrenzen sich auf Besteck, zwei scharfe Messer und einen Wein-Öffner) keinen Pürierstab.   Dafür aber einen Freund, der mir das Kochen beibringen will. Und eine Freundin, die mir ihren Pürierstab lieh. Also los – mein Freund dirigierte, ich schnibbelte, würzte, verfeinerte. Alles gut – bis zur Kokosmilch. Dafür fehlte uns nämlich… Genau, der Dosenöffner. Zum Glück habe ich auch eine ziemlich nette Nachbarin, die mir ihren geliehen hat.„Kürbis(sa) de Coco a láInga“: Hut ab für die Frauen und Männer, die nach einem langen Arbeitstag für ihre Familien kochen. Auch ich habe mich überreden lassen und den Kollegen ein Süppchen versprochen. Schon beim Einkaufen dann das Desaster. Nehme ich Spaghetti- oder Bischofsmütze? Nun, das sind die Sorten dieses Herbstgemüse (oder ist es eine Frucht?). „Je größer der Kürbis, desto größeres Messer braucht man“, lese ich im Internet. Alles Quatsch. Nicht groß, sondern scharf muss es sein. Knoblauch anbraten soll der weitere Schritt sein. Ich halte mich nicht daran – die Suppe wird schließlich in einer Großraumredaktion gegessen. Das Ergebnis: eine Wunde am Daumen, aber die cremige Suppe mit Cocos-Touch ließ sich tatsächlich essen (schmecken).„Kürbis-Ingwer-Limetten-Suppe a lá Felix": Moment mal! A lá Felix – das klingt als sei hier ein Sternekoch am Werk gewesen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Wie ungewohnt sich so ein Messer in der Hand anfühlt, wie anstrengend das Schnippeln, wie öde das Warten auf das Köcheln ist. „Nach Art des Amateurs“ wäre daher ein treffenderer Titel für die mattgelbe Suppen-Kreation am späten Abend. Aber doch: Es stellt sich so etwas wie Stolz ein, wenn sich im Topf etwas zusammengebraut hat, was auch noch zu schmecken vermag. Kurz verfluche ich meine Entscheidung, als sich das Kürbisschälen als genauso unbefriedigend herausstellt, wie es mir kocherfahrene Freunde hämisch grinsend prophezeit hatten. Doch nach der Drecksarbeit wird‘s nett: Das Süppchen duftet, das Radio spielt einen netten Soundtrack. Kochen macht so Laune. Auch als Amateur.

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