Antigen-Schnelltests liefern innerhalb von 30 Minuten ein Ergebnis. © dpa (Symbolfoto)
Corona-Pandemie

Wo kann man in Dortmund Corona-Schnelltests machen lassen?

Die Nachfrage nach Corona-Schnelltests steigt - insbesondere im Hinblick auf Weihnachten. An wen können sich Dortmunder für einen Test wenden? Und was kostet der Schnelltest?

Innerhalb von 30 Minuten liegt bei einem Corona-Schnelltest ein Ergebnis vor, anders als bei PCR-Tests ist dafür keine aufwendige Auswertung in einem Labor nötig. Für viele Dortmunder scheint das im Hinblick auf das Weihnachtsfest eine unkomplizierte Möglichkeit zu sein, sich abzusichern, wenn man mit der Familie feiern möchte.

Ärzte und Apotheker berichten, dass immer mehr Anfragen zu den Tests gestellt werden. Menschen ohne Symptome möchten sich darüber absichern. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu Schnelltests in Dortmund:


Die richtigen Ansprechpartner sind die niedergelassenen Ärzte, so Dr. Prosper Rodewyk, Leiter der Bezirksstelle der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe. Einen Anspruch, dass der Schnelltest durchgeführt wird, hat man allerdings nicht. „Die Entscheidung liegt beim Arzt, dort muss man nachfragen, ob er die Kapazitäten hat“, so Rodewyk. Neben den Hausärzten gibt es auch Fachärzte, die Schnelltests anbieten.

Wo kann man Schnelltests machen lassen und was kostet das?

„Der Schnelltest ist keine Kassenleistung. Wer den haben möchte, muss dafür zahlen. Die meisten Kollegen nehmen um die 30 Euro dafür“, so Rodewyk. Der Betrag richte sich auch nach dem Einkaufspreis.

Die Prävent GmbH bietet zudem an zwei Standorten in Dortmund Schnelltests an: Am Burgtor 5 und am Helenenbergweg 19. Eine Terminvereinbarung ist nicht notwendig, die Kosten betragen 78,88 Euro.

Am Klinikum Dortmund kann man keine Schnelltests machen lassen, so Sprecherin Annika Haarhaus. Es gebe aktuell auch keine Planungen, das Testzentrum entsprechend zu ergänzen. Weiterhin besteht aber die Möglichkeit für Selbstzahler, dort einen PCR-Test machen zu lassen.

Man muss sich vorher online anmelden und der Test kostet 60 Euro“, so Haarhaus. Das Ergebnis liege innerhalb von 24 bis 36 Stunden vor. Ein Blick auf die Reservierungs-Internetseite zeigt aber: Vor Weihnachten sind nur noch sehr wenige Termine frei (Stand 2.12.).


Nein, sagt Michael Beckmann, Inhaber der Markt-Apotheke in Aplerbeck. Die Schnelltest dürfen nicht an Privatpersonen verkauft werden. Die Apotheken beschaffen die Tests aber beispielsweise für Arztpraxen und Pflegedienste.

Kann ich mich für einen Test auch an eine Apotheke wenden?

Anfragen gebe es aber regelmäßig: „Leute, die ein Familienfest feiern wollen, aber auch Unternehmer, die Mitarbeiter testen lassen wollen“, nennt er Beispiele. Was er zu bedenken gibt: Privatpersonen sollten sich hinterfragen, ob ein Test wirklich sein muss – und man damit nicht unnötig medizinische Kapazitäten bindet.


Nein, davon raten Ärzte und Apotheker nachdrücklich ab. „Das ist nicht wie ein Schwangerschaftstest, den man in den Urin hält und ein Ergebnis hat. Es muss eine Probeentnahme geben und die kann nur eine Fachkraft durchführen“, so Michael Beckmann.

Kann ich den Test nicht einfach selbst durchführen?

„Wenn ich vorne ein bisschen im Naseneingang rumstochere, dann werde ich keinen vernünftigen Abstrich machen, dann ist das Ergebnis immer negativ“, sagt auch Dr. Prosper Rodewyk. „Ich muss wirklich einen tiefen Abstrich im Rachen machen, das ist für Laien problematisch.“


“Nicht ganz so sicher wie ein PCR-Test“, sagt Dr. Rodewyk. Das bestätigt eine Studie der Berliner Charité, die hat sieben Anbieter getestet hat. Dabei ging es vor allem um zwei Größen: Die Sensitivität gibt an, wie zuverlässig der Test Erkrankte als solche erkennt. Die Spezifität zeigt, ob der Test Nicht-Infizierte tatsächlich als gesund erkennt.

Wie zuverlässig sind die Schnelltests?

Die Spezifität der untersuchten Tests lag zwischen 88,24 Prozent und 100 Prozent. Die Sensitivität „überlappt mit den Virenkonzentrationen“, heißt es in der Studie. Das heißt: Je infektiöser der Patient ist, desto besser kann der Test das erkennen.

Mit Material von DPA

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1983 im Münsterland geboren, seit 2010 im Ruhrpott zuhause und für die Ruhr Nachrichten unterwegs. Ich liebe es, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, Fragen zu stellen und vor allem: zuzuhören.
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Jessica Will

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