Wo kickt es sich am besten?

HUSEN Der SC Husen-Kurl möchte umziehen. Der rege Betrieb auf dem Sportplatz an der Husener Eichwaldstraße führt zu immer mehr Anwohnerbeschwerden. Auch hätte der Verein gern einen modernen Platz mit Kunstrasen.

25.09.2007, 16:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Andreas Edelstein, Vorsitzender des SC Husen/Kurl, versteht die Anlieger. "Schließlich ist unser Verein in den letzten fünf bis sechs Jahren dreimal so groß geworden wie früher. Wir bestreiten jetzt den Trainingsbetrieb mit 21 Mannschaften."

Welcher Standort bietet sich für den neuen Sportplatz an? "Es gibt ja in Husen eine Menge Freiflächen, auch Richtung Lanstrop, doch liegen ganz viele im Landschaftsschutzgebiet", erläutert Andreas Edelstein.

Die SPD hat eine Fläche an der Husener Straße gegenüber dem Parkplatz von Deilmann-Haniel ins Spiel gebracht. Dort könne zwischen Ziegelmauer und Bahnlinie ein Areal für die Fußballer entstehen.

Die CDU dagegen hält diesen Standort für nicht optimal. "Genau gegenüber sollen Wohneinheiten für seniorengerechtes Wohnen und Eigenheime entstehen; Ärger mit zukünftigen Anwohnern ist an dieser Stelle nicht ausgeschlossen, und der SC Husen käme vom Regen in die Traufe", argumentiert Uwe Waßmann, Vorsitzender der CDU-Ortsunion Kurl/Husen. Außerdem sei das von den Sozialdemokraten ins Auge gefasste Gelände sehr gut für ortsnahes Gewerbe geeignet. Zu klären sei auch, inwieweit das alte Zechengelände kontaminiert ist. Im Übrigen macht sich die Union für einen Kunstrasenplatz in Husen-Kurl stark.

Andreas Edelstein könnte sich mit dem alten Zechengelände durchaus anfreunden. "Es ist zentral gelegen, und lauter als die ICE-Strecke können wir Fußballer ja nicht sein." Natürlich müssten die Kosten zur Beseitigung von Bodenkontaminationen berücksichtigt werden. Lieber wäre ihm jedoch ein Standort an der Wickeder Straße hinter dem Waldgebiet.

Der Vorsitzende weiß, dass der neue Sportplatz ein Riesenprojekt ist, das ca. 1 Million Euro verschlingen werde, viel Eigenleistung des Vereins erfordert und erst in vier bis sechs Jahren realisiert werden kann. Auch müsse zur Finanzierung der alte Sportplatz verkauft werden. u.b.

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