Frisches Fleisch wie Rehkeule, Rehrücken und Wildschweingulasch bekommt man an verschiedenen Stellen - aber man sollte sich in den nächsten Tagen drum kümmmern. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Festmahl

Wo man in Dortmund gutes Wild für Weihnachten bekommt

Reh, Hirsch oder Wildschwein: Bei vielen Dortmundern steht für die Feiertage ein Festmahl mit Wild auf dem Programm. Aber wie kommt man da ran? Eine Übersicht.

Auch wenn sich unter Umständen in diesem Jahr an den Weihnachtstagen nur ein kleiner Teil der Familie treffen kann, ein Festessen lassen sich die meisten wohl nicht nehmen. Viele haben eine feste Tradition, was an den Feiertagen auf den Tisch kommt. Neben der Gans ist auch Wild bei vielen beliebt. Es ist jedoch nicht so leicht, in diesen Corona-Zeiten einen Rehrücken oder einen Hasen zu bekommen.

Ein Überblick über die lokalen Möglichkeiten, an Wild heranzukommen.

1) Jäger

Viele Jäger vermarkten ihre erlegten Tiere selbst. Daher lohnt eine Anfrage beim Jäger in der nahen Umgebung. Wer keinen kennt, kann seinen Wunsch per Mail an die Kreisjägerschaft Dortmund stellen. „Die Geschäftsstelle vermittelt dann die Anfragen, sodass das Wild auf diesem Weg zu den Menschen kommt“, erklärt Jörg Tigges, erster Vorsitzender der Kreisjägerschaft.

Mittlerweile ist es üblich, dass man beim Jäger keine ganzen Tiere mehr bekommt. „Die entsprechenden Teile – Rücken, Schulter, Brust – sind vakuumiert. Wir haben diesbezüglich die gleichen Hygienestandards wie der Handel“, erklärt

Andreas Schneider, Pressesprecher des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen.

Die Kreisjägerschaft Dortmund erreicht man telefonisch unter 0231 / 58 44 53 35

oder per Mail unter kreisjaegerschaft.dortmund@web.de

2) Fleischer/Metzger

Viele Jäger haben eine Kooperation mit einem Metzger. Wer pünktlich zum Fest frisches Wild auf dem Teller haben möchte, der sollte sich beeilen. „Am besten gibt man jetzt schon seine Bestellung beim Fleischer auf und macht einen Abholtag aus“, empfiehlt Schneider. Fleischer-Fachgeschäfte erkennt man an einem Schild vor der Tür, auf dem ein f, das auf einer roten Raute gedruckt ist, abgebildet ist.

Bei Fleischtheken in Supermärkten raten beide Experten zur Vorsicht. In erster Linie wisse man dort nicht, wo das Fleisch genau herkomme. Deshalb sollten Verbraucher nach der Herkunft fragen. „Qualität des Wildes hat oft auch mit Regionalität zu tun“, meint Schneider. Und Tigges sagt dazu: „Wer regionales Wild isst, kann sich sicher sein, dass das Tier gut gelebt und ernährt hat.“

3) Gastronomische Betriebe

Viele Restaurants, die wegen des Lockdowns schließen mussten, bieten einen Abhol- oder Lieferdienst an. Neben Ente und Gans haben einige Gastronomen auch sämtliche Wildtiere auf ihrer Speisekarte.


4) Internetseite Wildgenuss NRW

Unter der Internetseite von Wildgenuss NRW finden Interessierte alles von Reh bis Wildschwein vor. Aktuell (Stand 14.12.) werden dort insgesamt 36 Angebote zum Thema Wildfleisch angezeigt. Wer sich auf der Seite registriert – es ist nur eine Mailadresse notwendig – kann die Telefonnummer des Jägers sehen und direkt Kontakt aufnehmen.

Es handelt sich um eine NRW-weite Suche, daher gibt es auch Offerten aus dem Rothaargebirge. Aber man findet auch Wild-Angebote aus Mülheim, Herten oder Bottrop. Zudem werden auf der Seite auch Wildrezepte veröffentlicht.

5) Märkte

Auch auf Wochenmärkten lässt sich gutes Wild besorgen. Hier empfiehlt sich der Gang auf den Hansamarkt oder Davidismarkt in der Innenstadt oder den jeweiligen Markt im eigenen Stadtbezirk.

Fest steht: Menschen, die an den Weihnachtstagen noch Wild auf dem Teller haben wollen, müssen sich ran halten. „Es ist Eile geboten. Man sollte seinen Einkauf nicht auf die lange Bank schieben und seine Bestellung zeitnah aufgeben“, rät Schneider.

Dieser Artikel ist Teil der neuen Reihe „Foodlover Dortmund“. Alle Artikel dieser Reihe finden Sie hier.

Über den Autor
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Gebürtiger Brandenburger. Hat Evangelische Theologie studiert. Wollte aber schon von klein auf Journalist werden, weil er stets neugierig war und nervige Fragen stellte. Arbeitet gern an verbrauchernahen Themen, damit die Leute da draußen besser informiert sind.
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Maximilian Konrad

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