Wofür es ein neues Polizeiboot auf dem Dortmund-Ems-Kanal braucht

Kanal-Kontrollen

Ein neues Polizeiboot soll künftig auf dem Dortmund-Ems-Kanal für Ordnung sorgen. Aber was tut das Wasserfahrzeug da eigentlich genau und ist es überhaupt von Nöten?

Dortmund

, 04.11.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf dem Dortmund-Ems-Kanal sorgt demnächst das neue Polizeiboot WSP 15 für Ordnung.

Auf dem Dortmund-Ems-Kanal sorgt demnächst das neue Polizeiboot WSP 15 für Ordnung. © Polizei Duisburg

Die Wasserschutzpolizei (WSP) hat ein neues Fahrzeug für den Dortmund-Ems-Kanal. Am Dienstag (3.11.) wurde das neue Polizeiboot „WSP 15“ offiziell vorgestellt – doch wofür braucht es auf dem Kanal ein eigenes Polizeiboot?

In erster Linie ist die WSP für die Ordnung auf dem Wasser zuständig. So gehört unter anderem die Aufnahme von Unfällen auf dem Kanal und der Ems zu den Aufgaben. „Im gesamten Bereich der 900 Kilometer langen Wasserstraßen ereignen sich jeden Tag mehrere Unfälle“, berichtet Pressesprecher Jonas Tepe von der Polizei Duisburg am Tag nach der Vorstellung gegenüber dieser Redaktion.

Weitere Tätigkeiten sind: das Durchführen von Schiffskontrollen und das Überwachen von Umschlag und Transport gefährlicher Güter.

Verfolgung von Umweltverstöße eine der Aufgaben

Zudem ballen sich einige Aufgaben im Sommer: Einerseits ist die Wasserschutzpolizei dafür verantwortlich auf die Gefahren des Badens in schiffbaren Gewässern hinzuweisen. Andererseits verfolgt sie auch Umweltverstöße wie das unerlaubte Entsorgen von Müll.

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Für den Dortmunder Hafen hat das neue Boot keine speziellen Aufgaben oder Befugnisse, da die Wasserschutzpolizeiwache Datteln hierfür in erster Linie zuständig ist. „Dementsprechend wird die neue WSP 15 dort nur im absoluten Ausnahmefall anzutreffen sein“, sagt Pressesprecher Tepe.

Der Grund, warum gerade jetzt ein neues Boot angeschafft wurde, war das Alter des vorherigen Wasserfahrzeuges. „Nach 42 Dienstjahren schicken wir die alte WSP 15 jetzt in Pension. Das größte Polizeirevier in NRW braucht zur Bewältigung der Aufgaben eine moderne Flotte“, sagte die Duisburger Polizeipräsidentin Elke Bartels bei der Taufe des neuen Bootes, wie es in der Mitteilung heißt.

Gut sichtbar dank neongelber Bereiche

Das frisch getaufte Kanalstreifenboot ist im Wachbereich Münster unterwegs. Die Wasserschutzpolizei, die auf 900 Kilometern schiffbaren Wasserstraßen in NRW und Zuständigkeitsbereichen in Niedersachsen für Sicherheit und Ordnung sorgt, gehört offiziell zum Polizeipräsidium in Duisburg.

Zwei 350 PS starke Motoren werden nun das 13,4 Tonnen schwere, 14 Meter lange und vier Meter breite Polizeiboot auf dem Dortmund-Ems-Kanal und der Ems antreiben. Für eine bessere Erkennbarkeit sorgt das auffällige Design: Einige Bereiche sind in neongelb angelegt und damit auf Anhieb sichtbar.

Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf etwa 1,1 Millionen Euro. Das frisch getaufte „WSP 15“ wurde als eines von 23 Streifenbooten und einem trailerbaren Boot zu Wasser gelassen.

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