Wohnungseinbrüche im Juni 2019 auf historischem Tiefstand

mlzPolizei

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in Dortmund im Juni 2019 um fast die Hälfte im Vergleich zu 2012 gesunken. Die Polizei sieht dennoch keinen Grund zur Entwarnung.

Dortmund

, 22.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist in Dortmund und Lünen in der ersten Jahreshälfte 2019 im Vergleich zu 2012 um fast die Hälfte gesunken. 753 Einbrüche in Dortmunder Wohnungen gab es von Januar bis Juni 2019. In der ersten Jahreshälfte 2012 waren es 1360 Einbrüche – beinahe doppelt so viele. Die meisten Wohnungseinbrüche der letzten Jahre gab’s 2015 mit 1947 Fällen von Januar bis Juni.

Trotz des Rückganges: "Das ist kein Grund, das Thema Einbruchsschutz zu vernachlässigen", sagt der sicherheitstechnische Fachberater der Dortmunder Polizei, Indra Naskar. Denn aktuell registriert die Polizei Wohnungseinbrüche wiederholt in Mehrfamilienhäusern in den Wohnquartieren der Dortmunder Innenstadt. Betroffen sind auch weitere Stadtteile.

Tipps gegen Einbrecher

"Viele Bürgerinnen und Bürger haben ihre Türen und Fenster bereits gut gesichert. Daran müssen wir weiter arbeiten", sagt Indra Naskar, "denn die Zahlen sind aus unserer Sicht immer noch zu hoch." Die Sommerferien nimmt der Fachberater zum Anlass, auf die Jahreszeit abgestimmte Tipps gegen Einbrecher zu geben:

  • Beim Sichern der Wohnung oder eines Hauses gilt: Mechanik vor Elektronik. Zuerst geht es darum, den Täter nicht in die eigenen vier Wände gelangen zu lassen. Je mehr Zeit vergeht, desto höher ist sein Entdeckungsrisiko.

  • Elektronik kann Schutz an Türen und Fenstern unterstützen. Dazu gehören Bewegungsmelder und damit gekoppelte starke Lichtquellen, Videotechnik und Einbruchmeldeanlagen.
  • Das Haus oder die Wohnung sollen bei längerer Abwesenheit bewohnt wirken. Gute Nachbarn oder andere Vertraute sollten die Rollläden hoch- und runterziehen. Eine automatische Zeitsteuerung kann elektrisch angetriebene Rollläden bedienen. Smart-Home-Technik ermöglicht eine Fernsteuerung auch aus dem Urlaubsort.
  • Überquellende Briefkästen signalisieren den Tätern, dass in dem Haus oder in der Wohnung niemand zuhause ist. Also gilt: Gute Nachbarn oder andere Vertraute leeren täglich den Briefkasten.
  • Täter bemerken eine urlaubsbedingte Abwesenheit in der Regel nicht, wenn zumindest zeitweise ein Fahrzeug in der Einfahrt steht.
  • In den Abendstunden signalisiert eingeschaltetes Licht den Tätern eine Anwesenheit. Das Licht sollte einen von der Straße aus erkennbaren Wohnraum gut ausleuchten. Dämmerlicht oder schwaches Flurlicht erzeugen diesen Effekt nicht.

Anwohner, die eine unbekannte und verdächtige Person im Umfeld erkennen, sollten sofort den Notruf 110 wählen und eine genaue Beschreibung der verdächtigen Person angeben, sodass die Polizei diese aus dem Auto heraus direkt erkennen kann.

Das Kommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz berät die Bürgerinnen und Bürger aus Dortmund auch in persönlichen Gesprächen kostenlos und neutral unter der Telefonnummer 0231/132-7950.
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