Wohnwagen blockiert mehrere Parkplätze vor einer Ladenzeile in Husen

mlzÄrger um Dauerparker

Vor einer Ladenzeile sind die Parkplätze am Flemerskamp knapp. Noch knapper werden sie durch einen großen Dauerparker. Die Stadt hat kaum rechtlichen Spielraum, um dagegen vorzugehen.

Husen

, 03.03.2019, 04:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit Monaten steht ein Wohnwagen auf öffentlichen Parkplätzen am Flemerskamp in Höhe der Hausnummer 67 – gegenüber des dortigen Bäckers und Getränke-Großhandels. Darauf macht der Husener Gerhard Stranz aufmerksam. Die Firma, der der Wohnwagen gehört, Do-Fun heißt sie, hat ihren Sitz am Wicker Heck. Dort habe der Wohnwagen früher auch gestanden, so Stranz. Die Firma bietet Segway-Touren an.

Gerhard Stranz meint: „Mit der Belegung dieses Platzes werden Parkmöglichkeiten genommen, die für Menschen, die Einkäufe beim Getränkehandel oder bei der Bäckerei tätigen wollen – so wie ich – behindert werden.“

„Wohnwagen wird nur ein bisschen versetzt“

Um das Abstellverbot zu umgehen, so Stranz weiter, werde der Wagen kurz vor Ablauf der Frist ein wenig vor- und zurückgesetzt. Jetzt stehe der Wagen aber schon seit drei Wochen unverändert am selben Platz. Er habe das auch schon dem Ordnungsamt angezeigt, so Stranz. Auch die Firma selbst habe er schon angeschrieben – vergebens.

Die Situation sei dem Ordnungsamt bekannt, sagt Stadtsprecher Maximilian Löchter. Dort habe es bereits in der Vergangenheit Kontrollen gegeben. Gemäß den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung (StVO) bestehe für Kraftfahrzeuganhänger ohne Zugfahrzeug ein Parkrecht von maximal 14 Tagen. Diese 14-Tage-Frist werde jedes Mal dann unterbrochen und beginne von Neuem, wenn der Anhänger bewegt werde.

In der Vergangenheit habe sich deshalb die Beweisführung in diesen Fällen als sehr schwierig und äußerst zeitaufwendig herausgestellt, weil die Halter derartiger Fahrzeuge diese Regelungen kennen und dementsprechend die Fahrzeuge innerhalb dieser Frist bewegen, teilweise nur minimal. Im Rahmen der üblichen Vorortkontrollen werde dann entsprechend den personellen Ressourcen der Bereich überprüft.

Stadt: „Abschleppen wäre unverhältnismäßig“

Sollte bei diesen Kontrollen festgestellt werden, dass der Anhänger länger als 14 Tage ohne „Bewegung“ dort stehe, werde dieser Verstoß entsprechend durch eine Verwarnung geahndet. Löchter: „Dies war in der Vergangenheit bereits der Fall. Eine Abschleppmaßnahme ist derzeit unverhältnismäßig, da der Wohnwagen auf einem ausgewiesenen Parkstreifen parkt und deshalb keine Behinderung im Sinne der Vorschriften der StVO darstellt.“ Von der Firma Do-Fun war keine Stellungnahme zu erhalten.

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