Wollny und Wakenius auf Jazz-Klang-Reise

Konzerthaus

DORTMUND Unvergessen ist das Tribute-Konzert von Jazz-Gitarrist Ulf Wakenius für seinen Landsmann, den schwedischen e.s.t.-Pianisten Esbjörn Svensson zu Beginn diesen Jahres im Konzerthaus.

von Von Julia Gaß

, 27.10.2009, 13:17 Uhr / Lesedauer: 1 min
Jung, talentiert und ein musikalischer Abenteurer: Michael Wollny.

Jung, talentiert und ein musikalischer Abenteurer: Michael Wollny.

Zumeist ruhige Balladen, die zuweilen expressiv aufbrechen, hat das Duo arrangiert. Das Cembalo übernahm dabei meist die Rolle der Rhythmusgruppe, das Klavier hatte mehr Raum zum Improvisieren. Eine Reihe weiterer Tasteninstrumente, auch ein Akkordeon-ähnliches Blasebalginstrument, ein Glockenspiel und eine Spieluhr, setzte das Duo ein, um überraschende und im Jazz noch ungewohnte Klangwelten zu durchstreifen. Der fränkische Pianist kann beinahe auch allein mit sich Duette spielen: Neben dem Flügel stand ein Miniklavier, dem der Jazz-Alchimist auch Klänge entlockte. Auf seiner neuen CD kommen auch Harmonium und Celesta zum Einsatz.

Wollnys Musik lebt mehr von der Farbigkeit als von melodischer Abwechselung. Der Pianist mag Thomas Bernhard, hat dessen Roman „Der Untergeher“ auch den Song „Chur“ gewidmet und vermittelte in seiner Musik wie Bernhard in Worten ein Gefühl von Endstation. Aber mit Humor. 

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