Zeche Zollern: Zechenexpress fährt wieder

DORTMUND Seit Samstag verbindet der Zug als "Zechenexpress" das Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen sowie die Zechen Nachtigall in Witten und Zollern in Dortmund-Bövinghausen.

von Von Johannes Franz

, 30.03.2009, 12:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zeche Zollern: Zechenexpress fährt wieder

Zugschaffner Manfred Kotz beim Halt in Dortmund.

Es ruckelt und wackelt, außerdem riecht es nach Holz und Schmiermittel. Der Schienenbus aus dem Jahr 1960 bietet zwar nicht viel Luxus, dennoch ist es für Nostalgiker ein besonderes Vergnügen, mit dem Oldtimer unterwegs zu sein. Zwei Dutzend Neugierige harrten im strömenden am Bahnhof Bövinghausen aus. Bewaffnet mit Foto- und Videokameras warteten sie auf das alte Schätzchen, das rund zwanzig Minuten zu spät einrollte. "In Witten mussten wir wegen einer Baustelle warten", erklärte Sönke Windelschmidt, Lokführer und Mitarbeiter des Eisenbahnmuseums. Am Schienenbus hat es also nicht gelegen, der ist im tadellosen Zustand.

Zechenexpress fährt 90 km/h "Ursprünglich wurden diese Schienenbusse für eine Einsatzzeit für 15 Jahre gebaut", weiß Windelschmidt. Doch auch nach fast 50 Jahren fährt er problemlos von Haltestelle zu Haltestelle. Mit 90 Kilometern in der Stunde. "Wenn er diese Geschwindigkeit nicht schaffen würde", so der Lokführer, "dürften wir das Netz der Deutschen Bahn nicht benutzen."

Der Zechenexpress ist noch bis zum 24. Oktober an jedem vierten Samstag im Monat unterwegs.

Lesen Sie jetzt