Zehnjähriger rettete Schulkameradin

Unfall an Bushaltestelle

Als Lebensretter kann sich der kleine Niklas aus Rahm feiern lassen. Der Zehnjährige zog in Huckarde eine Schulkameradin unter einem anfahrenden Bus weg.

DORTMUND

von Von Matthias vom Büchel

, 18.10.2011, 18:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
Daumen hoch für Niklas Zuleia (rechts). Anna-Maria (mit Gipsfuß) und Vater Marek Okpisz freuen sich heute noch über das Reaktionsvermögen des Jungen, der Anna-Maria so vor schlimmen Verletzungen bewahrte.

Daumen hoch für Niklas Zuleia (rechts). Anna-Maria (mit Gipsfuß) und Vater Marek Okpisz freuen sich heute noch über das Reaktionsvermögen des Jungen, der Anna-Maria so vor schlimmen Verletzungen bewahrte.

Eine freundliche Frau reagiert als erste: Sie trägt das verstörte Kind in das Wartehäuschen. Per Handy alarmiert Anna-Maria von dort aus ihre Mutter. Inzwischen sind Polizei und Rettungsdienst eingetroffen. Dann geht es zum Röntgen ins Krankenhaus. Viel erkennen können die Ärzte nicht, denn Anna-Marias Fuß ist inzwischen dick angeschwollen. Aber die Mediziner beruhigen: Zwei Zehen sind gebrochen, der Fuß vielleicht gequetscht. „Aber nichts wirklich Schlimmes“, berichtet der überglückliche Marek Okpisz. Anna-Marias Vater arbeitet am Flughafen Düsseldorf. Und so schnell wie letzten Mittwoch ist er noch nie nach Dortmund zurück gefahren. „Ich mag gar nicht daran denken, was passiert wäre, wenn der Bus meine Tochter in Hüfthöhe erwischt hätte“, muss er auch eine Woche später noch schlucken. „Niklas ist für mich ein kleiner Held. Er hat für sein Alter unglaublich toll reagiert.“

Nur vom Busfahrer ist Marek Okpisz enttäuscht. „Er hat nach dem Unfall erst nur gemeckert, bis die Kleine anfing zu weinen. Und er hat sich bislang nicht einmal erkundigt, wie es ihr geht.“ Trotzdem überwiegt die Freude. „Es ist ein Wunder, dass Anna nichts Schlimmeres passiert ist. Ab sofort können wir ihren Geburtstag zweimal pro Jahr feiern“, ist Marek Okpisz überglücklich.

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