Zeitzeugen sprechen über Rettung der Maschinenhalle von Zeche Zollern

Industriekultur in Bövinghausen

Die Rettung der Maschinenhalle steht im Mittelpunkt einer Zeitzeugenrunde, zu der der LWL am 8. Dezember (Sonntag) um 15 Uhr in sein Industriemuseum Zeche Zollern einlädt.

Bövinghausen

06.12.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
Zeitzeugen sprechen über Rettung der Maschinenhalle von Zeche Zollern

Die Maschinenhalle im Jahr 1970 – kurz nach der Rettung vor dem drohenden Abbruch. © Eduard Erdmann

Dr. Thomas Parent, langjähriger stellvertretender Direktor des LWL-Industriemuseums, spricht mit Gerhard Brune und Volker Spiekermann, dessen Vater 1969 Hausmeister auf Zollern II/IV war. Zeitzeuge Eduard Erdmann wird über die 1973 gescheiterten Pläne, die Maschinenhalle als Eisenbahnmuseum zu nutzen, berichten.

Am 30. Dezember 1969 teilte Landeskonservator Hermann Busen der Rhein-Elbe Bergbau AG mit, dass der Ministerpräsident gebeten habe, die Halle unter Denkmalschutz zu stellen und einem Abbruch die Genehmigung zu versagen. Heute gilt die 1902/03 errichtete Halle als Baudenkmal von europäischem Rang.

Zudem stellt das Industriemuseum das Buch „Die Maschinenhalle. Zur Geschichte der Zeche Zollern II/IV in Dortmund“ vor. Es zeichnet die Geschichte der Halle nach und ordnet sie in historische Zusammenhänge ein.

Führungen am Wochenende

Eine Themenführung zur Sicherheit und zum Rettungswesen im Ruhrbergbau startet am 7. Dezember (Samstag) um 15 Uhr. Am 8. Dezember (Sonntag) finden um 11 und 12.45 Uhr Führungen über die Tagesanlagen statt. Wer sich näher für die Maschinenhalle interessiert, kann an der Führung um 14.30 Uhr teilnehmen. Durch die Dauerausstellung startet um 16 Uhr eine öffentliche Führung. Die Führungen sind kostenlos, bezahlt werden muss allerdings der reguläre Museumseintritt (Erwachsene 5 Euro, Kinder und Jugendliche frei).

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