Zeuge: "Das Blut lief mir aus Mund und Nase"

Messerattacke im Kaufhof

Er stand bereits an der Rolltreppe im Kaufhof, als ihm ein Unbekannter plötzlich ein Messer in den Rücken rammte. Am Dienstag - zu Prozessbeginn vor dem Schwurgericht - musste sich der 29-jährige Dortmunder an die schlimmsten Momente seines Lebens erinnern.

DORTMUND

20.12.2016, 14:59 Uhr / Lesedauer: 1 min

„Ich habe einen harten Schlag gespürt und dann gleich gemerkt, dass die Leute um mich herum sehr hektisch wurden“, sagte der Zeuge den Richtern. Er habe sich dann zu Boden sinken lassen und versucht, so ruhig wie möglich zu bleiben. „Das Blut lief mir aus Mund und Nase, da war mir klar, dass ich mich nicht aufregen darf, um das Herz nicht noch schneller schlagen zu lassen.“

Der angehende Lehrer war früher selbst Rettungsassistent, daher kannte er sich mit dem Verhalten in Extremsituationen aus. Dennoch konnte er nicht verhindern, dass er an jenem Tag im Mai 2016 schließlich das Bewusstsein verlor.

Nach Angaben der Ärzte war es großes Glück, dass der Mann überlebt hat. Derjenige, der für die schlimme Tat verantwortlich war, ließ am Montag seinen Anwalt erklären: „Es tut mir sehr leid.“ Der 50-Jährige litt zur Tatzeit unter schweren Wahnvorstellungen und depressiven Gedanken. An den eigentlichen Angriff nahe der Taschenabteilung des Kaufhauses kann er sich angeblich gar nicht mehr erinnern.

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