Zeugen beschreiben Angeklagten als "extrem betrunken"

Prozess um tödlichen Faustschlag

Im August 2014 starb ein 35-jähriger Familienvater nach einem folgenschweren Schlag an der Reinoldikirche. Im Prozess zu dem Fall gibt es nun neue Erkenntnisse: Zeugen beschrieben den Angeklagten als "extrem betrunken".

DORTMUND

11.01.2016, 17:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Prozess um den tödlichen Faustschlag auf einen Familienvater an der Reinoldikirche haben zwei Augenzeugen die Angeklagten am Montag als „extrem betrunken“ beschrieben. Welchen Wert die Richter der Aussage der beiden jungen Männer zumessen, bleibt jedoch abzuwarten.

Nachdem zuletzt Zweifel daran aufgetaucht waren, dass die Angeklagten tatsächlich kaum noch Herr ihrer Sinne waren, als sie in jener verhängnisvollen Augustnacht 2014 auf das spätere Opfer trafen, hatten sie selbst die beiden Zeugen präsentiert. Einer von denen schilderte die Situation so: Das spätere Opfer habe laut und „belehrend“ auf ihn und seine Begleiter eingeredet. Aggressiv sei er aber nicht gewesen. In diesem Moment seien die Angeklagten dazu gekommen. „Dann sah ich nur noch einen Ellenbogen und eine Faust und der andere Mann fiel um wie ein Stamm“, sagte der Zeuge.

Die Staatsanwaltschaft wirft beiden Angeklagten Körperverletzung mit Todesfolge vor. Einer von ihnen ist schon wegen fahrlässiger Körperverletzung vorbestraft. 

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