Zivis rappen über ihren Job

Klinikum Nord

Es gab mal 83 von ihnen im Klinikum Nord. Die rackerten, rund um die Uhr, im Früh- und Spätdienst, für wenig Geld. Jetzt schieben noch knapp 20 Zivis ihren Dienst im Klinikum Nord. Anhören kann man sich das, was sie erlebten, auf CD - und im Auszug auch hier.

DORTMUND

von Von Ilka Bärwald

, 11.04.2011, 18:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mit einem eigenen Lied haben die Zivis vom Klinikum Nord ein fettes Ausrufezeichen hinter ihren Dienst gesetzt: (v.r.) Die Sänger Samuel Kwakye-Yeboah, Harman Mohamed, Denis Cohaus und Meik van Beek.

Mit einem eigenen Lied haben die Zivis vom Klinikum Nord ein fettes Ausrufezeichen hinter ihren Dienst gesetzt: (v.r.) Die Sänger Samuel Kwakye-Yeboah, Harman Mohamed, Denis Cohaus und Meik van Beek.

Aber auch für die jungen Männer war es ein guter Start ins Berufsleben. „Hier hat man gelernt, früh aufzustehen, Verantwortung zu übernehmen“, findet Bilal Aslantürk, einer der Zivis, die bereitwillig Schichten übernommen haben, damit die „Zivi-Listen“ den Song im Studio aufnehmen konnten. Für seinen Kollegen Dennis Malek war es ein Schock, als er zum ersten Mal ein Bett mit einem Toten durch die Gänge schieben musste. „Da lernt man schnell, dass das Leben nicht nur aus Party besteht“, sagt er nachdenklich. Geschrieben hat den Text Olaf Jacobsen, Leiter des Patientenbegleitdienstes. „Ich wollte das schon immer mal machen“, sagt Jacobsen, der privat als Musiker aktiv ist. Die Musik kommt von der britischen Band Lion Rock, die ihm grünes Licht für den Cover-Song gab. Auch ein Video haben die „Zivi-Listen“ gedreht – natürlich im Krankenhaus. Das ist voraussichtlich ab Mai bei Youtube zu sehen. Die CD (Auflage: 200 Stück) gibt es für 4 Euro an der Pforte des Klinikums, 10 Prozent der Einnahmen gehen ans Sozialpädagogische Zentrum. bär 

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