Zoll findet Drogen in Gartenhandschuhen

Bei Verkehrskontrolle auf A2

Da hatten die Zollbeamten den richtigen Riecher: Bei einer Kontrolle am letzten Donnerstag zogen sie am Rastplatz "Kleine Herrenthey" an der A2 einen Wagen aus dem Verkehr. Die beiden Insassen waren auffallend nervös - woraufhin die Beamten sie und den Wagen durchsuchten. Und eine große Überraschung erlebten.

SCHWIERINGHAUSEN

, 09.03.2016, 14:39 Uhr / Lesedauer: 1 min

Den in Polen zugelassenen Pkw entdeckten die Zollbeamten bei einer Routinekontrolle. Die Zöllner zogen das Fahrzeug, das auf der A2 in Fahrtrichtung Hannover unterwegs war, auf die Rastanlage „Kleine Herrenthey“ aus dem fließenden Verkehr.

In dem Fahrzeug saßen zwei polnische Staatsangehörige im Alter von 41 und 25 Jahren, die sich ordnungsgemäß auswiesen. Die beiden gaben an, sich nach einem Besuch in den Niederlanden auf dem Rückweg nach Polen zu befinden. Die Beamten fragten die beiden Männer, ob sie Waffen oder Betäubungsmitteln dabei hätten. Das verneinten sie.

Auffallend nervös

Verdächtig kam den Zollbeamten aber das Verhalten der Reisenden vor: Sie wirkten auffallend nervös. Daraufhin entschlossen sich die Zollbeamten zu einer intensiveren Kontrolle.

Und siehe da: In der Jacke des Fahrers fanden sie zwei befüllte Gartenhandschuhe und darin zwei Plastikbeuteln mit etwa 750 Ecstasypillen und 5 Gramm Amphetaminpaste. Im Fahrzeug fanden die Beamten zudem 27 Gramm Marihuana und 20.000 Euro in Bargeld.

Wert von 6000 Euro

Die beiden Beschuldigten wurden vorläufig festgenommen und in Polizeigewahrsam nach Dortmund verbracht. Sie erwartet nun ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz.

"Hätten die beschlagnahmten Drogen im Straßenverkauf mindestens 6000 Euro erzielt, so werden sie nun nach Abschluss des Verfahrens restlos vernichtet“, so Uwe Jungesblut, Pressesprecher des Hauptzollamts Dortmund. Weitere Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen.

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